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Diabetes durch Weichmacher

Bestimmte Weichmacher, die sogenannten Phthalate, stehen schon lange unter Verdacht bei Männern Unfruchtbarkeit und bei Kindern genitale Fehlbildungen auslösen zu können.

Nun vermutet die neue PIVUS-Studie aus Schweden, dass Phthalat-Diester auch Auslöser vom Diabetes mellitus-Typ 2 sein können. Diese Weichmacher sind nicht nur in zahlreichen Verpackungen und Kosmetikartikeln enthalten, sie befinden sich auch in diversen Medikamenten und Medizinprodukten, wie Kathetern oder Blutbeuteln.

Insgesamt wurden an der Universität in Uppsala 1016 Patienten im Alter über 70 Jahren auf Gefäßerkrankungen untersucht. Dabei wurden Nüchternblutzuckerspiegel und Insulinwerte dokumentiert sowie Blutproben auf verschiedene Umweltgifte analysiert. Neben den bekannten Zusammenhängen von Diabetes und Lipidspiegel bzw. Übergewichtigkeit, konnte auch eine positive Korrelation der Blutwerte für einige der Phthaltate und der Diabeteshäufigkeit festgestellt werden – selbst unter Berücksichtigung der üblichen Risikofaktoren. Bei fast allen Patienten konnten vier von den zehn Abbauprodukten der genannten Weichmacher nachgewiesen werden.

Davon sollen drei im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko zur Ausbildung eines Diabetes mellitus-Typ 2 stehen. Das Diabetes-Risiko war bei Patienten mit gesteigerten Phthalat-Werten doppelt so hoch als bei den Patienten mit niedrigen Werten. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass die Phthalate mit einer gestörten Funktion des Pankreas einhergehen.

In Zukunft sollen weitere Studien diesen Verdacht erhärten und eine Möglichkeit gefunden werden diese Weichmacher gegen unschädliche Stoffe zu ersetzen.

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Achten Sie in Ihrem privaten Haushalt darauf, dass möglichst wenige Produkte, die diese Weichmacher enthalten, gekauft und verwendet werden? Oder halten Sie diese Angst vor Weichmachern für überspitzt?