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Neue Hoffnung im Kampf gegen Tuberkulose

Zum ersten Mal seit 40 Jahren, wurde eine Zulassung für ein Tuberkulose-Medikament erteilt. Die durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit ist für den Tod von 1,3 Millionen Menschen jedes Jahr verantwortlich. Die erste Beschreibung der Tuberkulose erfolgte im Jahr 1882 durch den deutschen Arzt Robert Koch, doch auch heute noch haben ganz viele Länder mit dieser Infektionskrankheit zu kämpfen.

Die Tuberkulose ist heilbar, wenn die Therapie ordentlich durchgeführt wird, aber das kostet viel Zeit und Geld. Aufgrund von der vermehrten und heftigen Verschreibung verschiedener Antibiotika, haben die Bakterien eine multiple Resistenz akquiriert, was die Therapie erschwert und das Risiko für eine weltweite Epidemie erhöht.

Aus diesem Grund wurde für Bedaquinin eine sogenannte "Fast-Track"-Zulassung durch die amerikanische FDA erteilt. Bedaquinin hat bei den klinischen Studien mit sehr guten Heilungsraten sehr gut abgeschnitten, sodass es eine neue Hoffnung im Kampf gegen die "multi-drug resistent tuberculosis" (MDR-TB) mit sich bringt.

Die schnelle Zulassung sorgte aber für internationale Kritik und Aufstand verschiedener Experten, denn die Therapie mit Bedaquinin ist nicht ohne: Lebertoxizität, Nierenversagen, Herzrythmusstörungen und sogar der plötzliche Herztod wurden in den klinischen Studien beschrieben.
Der Kampf gegen Tuberkulose wurde zu einem sozio-politischen Problem umgewandelt, dadurch versucht die Politik Anreize für neue Medikamenten zu schaffen. Das kann wiederum zu einer eiligen und mangelhaften Qualitätssicherung der klinischen Studien führen.

Halten Sie solche Fast-Track Zulassungen bei drohenden Epidemien für Vernünftig? Oder schließen sie sich den warnenden Kritiker an?