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Anorexia nervosa - sehr speziell

Die 26-jährige Pat. kam mit einer atypischen Anorexie, nach dem Tod des Vaters entwickelt, zur ambulanten Psychotherapie. Atypisch, da keine Realitätsverkennung bezüglich der eigenen Figur, konnte ihr Magersein erkennen und fand sich auch nicht schön so. Erstes jahr: guter Erfolg, mehr als 10 kg Gewichtszunahme, BMI knapp 18, guter Gesamtzustand. Pat. arbeitete stets gut und interessiert mit, allerdings sehr auf soziale Angepasstheit ausgelegt, die sie aber als ich-synton erlebt. Dann, ohne erkennbare Ursache, komplette Abnahme des gesamten gewonnenen Gewichts bis auf die Ausgangssituation. Klinikaufnahme wurde bei jedem Termin thematisiert, auch Einweisung und Kostenübernahmeantrag gestellt. Leider zeitliche Verzögerung durch die Krankenkasse, zwischenzeitlich wieder Änderung der Situation. Aktuell: BMI 13, Pat. ißt, sehr ritualisiert, 1 Rieseneisbecher pro Tag, nachts große Portion Quark mit Obst und dann mehrere hundert Kalorien in Form von Zwieback, Müsli o.ä., dazwischen Kleinigkeiten, Milchreis, Gemüsesuppe u.ä. Darunter jetzt wieder Gewichtszunahme von 2,5 kg. Labor durchgängig in Ordnung. Pat. lehnt jetzt Klinik wieder ab mit der Argumentation, sie beweise doch wieder, dass sie es auch ohne schaffe. Ich bin 1. irritiert, weil Psychodynamik und Gewichtsentwicklung völlig unabhängig voneinander abzulaufen scheinen. 2. weiß ich nicht, wieviel Druck ich machen kann und soll bzgl. Klinikaufnahme. Wer hat Erfahrungen mit ähnlichen Situationen?