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Die Ärzteschaft und das Statistikdesaster

Ich habe gerade eine sehr informative Übersichtsarbeit über das Thema Statistik und die damit verbundenen Tücken in der Medizin gefunden: http://library.mpib-berlin.mpg.de/ft/ow/OW_Risiken_2011.pdf

Es wird dort unter anderem das Beispiel des HIV-Tests (in der Population mit geringem Risikoverhalten) aufgeführt. Bei einem positiven Testergebnis beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion dennoch nur 50%. Das obwohl der Test eine Sensitivität von 99,9% und eine Spezifität von 99,99% hat. Der Grund dafür ist die geringe Basisrate von circa 0,01% in dieser Nicht-Risikogruppe. Ehrlich gesagt habe ich mich im Bereich der Statistik immer ganz wohl gefühlt. Dennoch hätte ich wie der Rest der getesteten Ärzte den Begriff "Überdiagnose-Bias" nicht aus dem Stehgreif erklären können und auch den HIV-Test hätte ich falsch gedeutet.

Ich frage mich nun:

Wird das Thema Statistik und Risikokommunikation in der medizinischen Ausbildung vernachlässigt? Und trauen Sie sich zu eine Statistik oder Studienergebnisse richtig zu deuten und ihrem Patienten weiter zu geben?