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Gesunde Menschen übertherapiert?

Wir alle kennen Sie, die allseits beliebten Heilsversprechen, die uns heute bereits beim Konsum eines Gummibärchens eine volle Tagesdosis Vitamine verspricht, Salben, die Wadenkrämpfe lösen sollen, probiotischer Joghurt gegen Verdauungsprobleme, Aspirin gegen Kopfschmerzen oder einfach koffeinhaltige Lebensmittel bei Müdigkeit. Die damit induzierte Schutzbedürftigkeit des menschlichen Organismus gebietet geradezu, den normalen regenerativen Kräften des Körpers zu misstrauen, gekoppelt mit laxer Arzneipolitik ist eine Gesellschaft "auf Pille" nicht weit - wie es in den USA bereits praktisch vorgelebt wird (die Einnahme von bis zu 6 Medikamenten täglich beurteilen dort viele Mediziner offenbar auch nicht wirklich kritisch, trotz der bekannten Problematik von unbekannten Variablen wie Kreuzreaktionen). Auch in Deutschland greifen viele bei dem leisesten Anflug von Kopfschmerzen nach einer Aspirin, andere nehmen nach einem geölten Geschäft gleich Imodium, auch wenn sie vielleicht einfach nur zu viele Walnüsse gegessen haben. Wieder andere schmieren sich Cortisol auf Mückenstiche und so weiter. Ebenso zu berücksichtigen bleibt, dass die Selbsttherapie auch zur Verkennung von Symptomen führen kann. So könnte hinter der Diarrhoe ein Morbus Crohn stecken, hinter der Müdigkeit eine Hypothyreose und hinter den Kopfschmerzen eine ausgewachsene Migräne. So kommen die Menschen vielleicht erst nach langer Schinderei zum Arzt, manch unnötige selbsttherapeutischen Versuche kosten nur Geld und helfen dabei, die eigentliche Grunderkrankung kaschieren. Liebe Kollegen, was denken Sie dazu? Rate Sie Ihren Patienten auch aktiv zum Medikamentenverzicht und klären Sie über mögliche Risiken auf, oder halten Sie das Thema für eher minderrelevant?