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Unzureichendes Gesetz: kein Rezept gegen Ärztemangel

Liebe Kollegen,

zum 1.Januar 2012 ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches dem allseits bekannten Problem des Ärztemangels in ländlichen Regionen Abhilfe schaffen soll.

Einschlägige Veränderungen sollen hierbei unter anderem durch die Verlängerung der Babypause, der Befreiung niedergelassener Ärzte von der Residenzpflicht, einer besseren Verknüpfung von ambulanter und stationärer Versorgung und nicht zuletzt durch finanzielle Vorteile geschaffen werden.

Die Kritik der Opposition liegt in der Bevorteilung der Ärzte gegenüber den Patienten. Ist dieser Punkt überhaupt gerechtfertigt? Wenn man dieser Situation einen Domino- Effekt zuschreibt, müsste sich doch durch die Veränderungen, die die Verbesserung der Situation der Ärzte mit sich bringt, unumgänglich auch die Situation der Patienten verbessern.

Ein weiterer Punkt zu diesem Sachverhalt soll an dieser Stelle angesprochen werden, welcher die Nachhaltigkeit ins Zentrum rückt.

Man kann bekanntlich diverse Symptome zeitweise durch das Bekämpfen derselben eliminieren. Doch für eine nachhaltige Therapie sollte man sich doch anamnestisch und differentialdiagnostisch der Ursache bewusst werden und herausfinden, ob die Krankheit heilbar ist.

Übertragen auf diesen Fall bedeutet es doch, dass das aktuelle Gesetz nur als Analgetikum wirkt, das die „Schmerzen“ vorübergehend erträglich werden lässt. Eine gründliche Anamnese des Falls ergibt allerdings, dass eine Operation nicht nur möglich, sondern vor allem angebracht ist.

Man wird fündig, wenn man die Ursache in der Situation der Studienanfänger sucht. Dann ließe sich die Therapie durch einen Ausbau von Studienplätzen vollziehen. Wobei dieser Gedanke wohl für einen Politiker, der stets den Kostenaufwand abwägen muss, zu idealistisch ist. Und auch das eigentliche Problem nicht löst.

Doch eine Veränderung des Auswahlverfahrens kann eine wirksame Therapie darstellen. Indem man die Studienplätze in Kooperation mit Landärzten oder Krankenhäusern in ländlichen Regionen vergibt. Die Studienanfänger werden hierbei von Klinik bzw. Arzt unterstützt, einen Platz zu erhalten- durch Referenzen o.ä.- im Gegenzug verpflichten sich Bewerber nach dem absolvieren des Studiums als Arbeitskraft für eine festgelegte Zeit im jeweiligen Krankenhaus/in der jeweiligen Praxis, tätig zu sein.

Wäre damit der Ärztemangel als eine Krankheit womöglich heilbar?