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Rohmilch: Ein gefährlicher Trend

Der Genuss von Rohmilch ist in den letzten Jahren zu einem neuen Trend in den USA geworden. Rohmilch wird nach dem Melken filtriert und gekühlt, ohne vorher erhitzt worden zu sein. Man schätze den natürlichen Geschmack und schreibe den Produkten sogar gesundheitsfördernde Wirkung zu – wofür es laut Einschätzung der American Academy of Pediatrics keine Belege gibt.

Die US-Pädiater schätzen, dass in den 30 Staaten, die den Verkauf von Rohmilch erlauben, zwischen 1 und 3 Prozent aller Milchprodukte unpasteurisiert verzehrt werden – und zwar auch häufig von Schwangeren und Kindern. Rohmilch kann verschiedene Keime wie Listeria monocytogenes, Campylobacter jejuni, Salmonellen, Brucellen und Escherichia coli O157 enthalten. Letzterer Keim ist besonders gefährlich, da seine Toxine ein hämolytisch-urämisches Syndrom induzieren können, das vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern ein akutes Nierenversagen hervorrufen kann.

Nicht ohne Grund wurde Mitte des 19. Jahrhunderts das Verfahren des Pasteurisierens entwickelt. Vorher waren Keime in der Milch nämlich häufig die Ursache von Infektionskrankheiten und Todesfällen im Kindesalter. Sogar die Tuberkulosa wurde damals teilweise mit der Milch übertragen.

Wieso sollte man wieder einen Schritt zurück gehen, liebe Kollegen? Was sagen sie zu Trends dieser Art?