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Famulanten – Freiraum vs. Verantwortung

Liebe Kollegen,

ich habe vor einem Jahr meine Assistenzarztstelle in der Chirurgie angetreten und betreue derzeit meinen ersten Famulanten... Es ist noch nicht lange her, dass ich selbst als Student im Krankenhaus gearbeitet habe und weiß daher noch sehr genau, welche Erwartungen und Wünsche ich an Praktika gestellt habe und welche Aufgaben ich als hilfreich empfand. Ich habe es damals sehr geschätzt, wenn mir mein betreuender Arzt Aufträge für den Tag gegeben hat, ich aber trotzdem den Freiraum hatte den Tagesablauf selbst zu strukturieren und selbständig zu arbeiten. Zuerst begleitete ich meinen Famulanten bei seinen ersten Tätigkeiten, um seinen Wissensstand und seine Fähigkeiten auszuloten, um ihm passende Aufgaben zu geben. Nun hatte ich ihm auch Nahttechniken üben lassen und heute erstmalig unter meiner Aufsicht eine kleine Platzwunde versorgen lassen. Über den klinikinternen Buschfunk kam die Nachricht natürlich auch bei meinem Chef an, der daraufhin in der Nachmittagsbesprechung einen kleinen allgemeinen Vortrag zu Verantwortung und "Studentenaufgaben" hielt. Natürlich war ich in erster Linie angesprochen, da ich den derzeit einzigen Famulanten betreue... Nun bin ich verunsichert, wie ich mit dieser kleinen Belehrung umgehen soll. Wie viel Freiraum geben Sie den Studenten? Übernehmen Sie gerne die Verantwortung für die Tätigkeiten Ihres Famulanten oder ist Ihnen unwohl dabei und Sie reduzieren die Aufgaben auf Blutentnahmen und Aktendurchsicht?