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Schlaganfall- Frauen kommen 30 Minuten später in die Klinik

In Rotterdamm hat das Team um de Ridder Daten der Studie PRACTISE (Promoting Acute Thrombolysis for Ischaemic Stroke) zu über 5500 Schlaganfallpatienten aus zwölf niederländischen Kliniken ausgewertet, wobei die Hälfte der Patienten Frauen waren.

Sie stellten fest, dass rund 14% der Männer und lediglich 11% der Frauen einer Lysetherapie mit rt-PA unterzogen wurden. Die Ursache dafür liegt in der verspäteten Klinikeinweisung weiblicher Patienten. Diese trafen nämlich durchschnittlich 27 Minuten später als die männlichen Patienten ein.

Ein möglicher Grund dafür wäre das fortgeschrittene Alter der Frauen, die einen Schlaganfall erleiden. So liegt das durchschnittliche Alter der Frauen bei 74, das der Männer bei 70 Jahren bei Klinikeinweisung. Frauen in diesem Alter sind nicht selten verwitwet und wohnen alleine - es gibt niemanden, der schnell einen Arzt rufen kann. Sicherlich ist das Alter hierbei nicht der einzige Grund für das beschriebene Verhalten.

Könnte Möglicherweise nicht auch eine andere Symptomausprägung oder Symptomwahrnehmung bei Frauen ebenfalls ursächlich sein? Wie wichtig ist der Gender-Aspekt in der Medizin? Spielt er in der medizinischen Ausbildung bzw. im medizinischen Alltag überhaupt eine Rolle? Fallen Ihnen Beispiele und Situationen aus Ihrer Arbeit ein?