Die diesjährige DGK Jahrestagung unter der Leitung von Präsident Prof. Dr. Stephan Willems steht ganz im Zeichen der Vernetzung. Dabei geht es nicht nur um die Verschmelzung von ambulanter und stationärer Versorgung, sondern auch um die globale Zusammenarbeit – so begrüßt die DGK die Ukraine als diesjährige Partnergesellschaft. Für Sie bedeutet das: vier Tage voller praxisrelevanter Updates, hochkarätiger wissenschaftlicher Debatten und insgesamt 18 CME-Fortbildungspunkte.
In den Hauptsitzungen werden die Leitplanken für die kommenden Jahre definiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Umsetzung von Leitlinien in den Klinik- und Praxisalltag.
Nichts prägt den Alltag so sehr wie neue Empfehlungen. Der Kongress bietet hierfür kompakte Formate:
- Update Leitlinien: Kardiovaskuläre Erkrankungen und Schwangerschaft (Donnerstag, 09. April, 11:30 – 13:00 Uhr, Saal 19).
- S3-Leitlinie Kardiogener Schock: Essentiell für alle Intensivmediziner (Freitag, 10. April, 08:15 – 09:45 Uhr, Saal 12).
- Neue DEGUM/DGK Leitlinien zur transthorakalen Echokardiografie: Praxisnahe Neuerungen für die tägliche Diagnostik (Donnerstag, 09. April, 11:30 – 13:00 Uhr, Saal 15).
Wissenschaftliche Highlights und Innovationen
Wenn Sie wissen wollen, was morgen Standard ist, sollten Sie die "Hot Topics" nicht verpassen:
- KI-Chatbots in der Routine: Wie können wir Sprachmodelle optimal für den kardiologischen Alltag nutzen? (Donnerstag, 09. April, 08:00 – 09:30 Uhr, Saal 25)
- Modern PCI – Mehr sehen, mehr verstehen: Ein Symposium zur invasiven Bildgebung und komplexen Intervention (Donnerstag, 09. April, 13:00 – 14:30 Uhr, Saal 8).
- Data integration and computational modeling: Ein Blick in die Zukunft der computergestützten Kardiologie und KI-basierten Diagnostik (Freitag, 10. April, 16:00 – 17:00 Uhr, Posterbereich 15).
Zwischen High-Tech und Präzision
Ein Herzstück der DGK-Jahrestagung sind die Innovationen im Katheterlabor. In diesem Jahr liegt der Fokus besonders auf der Verfeinerung bestehender Techniken und dem Management komplexer Anatomien.
- Komplexe PCI und intravaskuläre Bildgebung (Donnerstag, 09. April, 14:30 – 16:00 Uhr, Saal 3): Diese Sitzung beleuchtet den Stellenwert von OCT und IVUS bei komplexen Stenosen. Ziel ist es, die Langzeitergebnisse durch eine bildgestützte Optimierung weiter zu verbessern.
- Strukturelle Herzerkrankungen – TAVI und darüber hinaus (Freitag, 10. April, 11:15 – 12:45 Uhr, Saal 1): Hier werden die neuesten Langzeitdaten zu Transkatheter-Aortenklappenimplantationen diskutiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der "Lifetime-Management"-Strategie für jüngere TAVI-Patienten.
- Live-Cases aus den Zentren: Wie gewohnt bieten die Live-Übertragungen aus führenden deutschen Herzbehandlungszentren die Möglichkeit, Experten bei kniffligen Prozeduren über die Schulter zu schauen und technische Kniffe für den eigenen Klinikalltag mitzunehmen.
Prävention und Lifestyle
Dass Herzmedizin nicht erst im Akutstadium beginnt, unterstreichen die Sessions zur präventiven Kardiologie. Hier werden Strategien vorgestellt, wie Risikofaktoren im Zeitalter von moderner Pharmakotherapie und digitalem Monitoring neu bewertet werden.
- Lipidmanagement 2026 – Neue Targets, neue Wege (Mittwoch, 08. April, 16:30 – 18:00 Uhr, Saal 10): Von siRNA bis hin zu neuen oralen Inhibitoren – die medikamentöse Landschaft der LDL-Senkung verändert sich rasant. Welche Zielwerte für welche Patientengruppen maßgeblich sind.
- Sportkardiologie: Belastbarkeit bei Vorerkrankungen (Donnerstag, 09. April, 08:30 – 10:00 Uhr, Saal 14): Ein praxisnaher Leitfaden für die Beratung von Patienten, die trotz Herzinsuffizienz oder Rhythmusstörungen sportlich aktiv bleiben wollen.
- Digitale Prävention: Apps und Wearables in der Nachsorge: In mehreren Kurzvorträgen wird diskutiert, wie Patientendaten aus Smartwatches sinnvoll in die ärztliche Entscheidungskette integriert werden können, ohne die Praxisstrukturen zu überlasten.
Kontroversen auf den Punkt gebracht
Am Freitag treffen in der Sitzung "Great Debate: Kontrovers diskutiert in der Kardiologie" (11:15 – 12:45 Uhr, Saal 5) führende Experten aufeinander, um aktuelle Streitfragen des Fachs zu beleuchten.
Für den Nachwuchs
Die Sektion Young DGK bietet ein besonders interaktives Programm direkt an ihrem Stand (Ebene 0). Highlights sind unter anderem:
- EKG Crash Kurs (Donnerstag, 10:30 – 11:00 Uhr).
- Meet-the-Expert: "Beatmung verstehen – Was jeder Kardiologe wissen muss" (Donnerstag, 12:30 – 13:00 Uhr).
Zum Abschluss
Bevor sich die Tore in Mannheim schließen, fassen Experten am Samstag noch einmal das Wichtigste zusammen. Die Highlight Session (Samstag, 11. April, 13:00 – 14:00 Uhr, Saal 4) bietet einen kompakten Überblick zu den Bereichen Interventionelle Kardiologie, Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen und experimentelle Forschung.
Dieser Überblick stellt nur einen kleinen Teil des Programms dar, das hunderte freie Vorträge und Poster umfasst. Nutzen Sie die Gelegenheit zum interdisziplinären Austausch und gestalten Sie die Zukunft der Herzmedizin in Mannheim mit!
Alle Details und die Anmeldung finden Sie hier.
- https://herzmedizin.de/jt2026