Die 56-jährige Lehrerin hatte anlässlich eines nachhaltigen Naturschutzprojektes „Bäume pflanzen für die Zukunft“ mit ihren Sechstklässlern in einem Randberliner Waldstück bei sonnigem, aber stark windigem Frühlingswetter junge Gehölze gepflanzt. In den nächsten 3 Tagen entwickelte sich zunehmend ein heftig juckender Ausschlag im Bereich von Hals und Nacken. Aufgrund des zeitlichen Zusammenhanges vermutete sie, dass „irgendetwas gestochen haben müsse“, obwohl sie „keinen Insektenangriff bemerkt hätte“. Auf Nachfrage bestätigte sie das Vorhandensein „watteähnlicher“ Gespinsten an einigen Sträuchern. Sie erinnert sich, sich aufgrund des lieblichen Duftes dem Jasmin genähert zu haben. Die Anwendung eines vom Apotheker gegen den Hautausschlag empfohlenen Antihistamingels hätte keine Besserung gebracht.
Am Hals und im Gesicht finden sich multiple, disseminiert ausgestreute pruriginöse Hautläsionen. Das übrige, textilbedeckte Integument erscheint unauffällig (Abb. 1).
Abb.1: In den Bereichen des Halses, des Nackens und des seitlichen Mittelgesichts sind multiple, teils urtikarielle Papeln und Plaques sichtbar, teils linear angeordnet. Die Hautläsionen sind in den nicht textilbedeckten Bereichen manifest. Die Einzelläsionen imponieren teilweise als heftig infiltrierte Prurigoknoten.
Eos 10,1, CRP 9,2, Neutro 7,8. Übriges Blutbild und übliche Routinelaborparameter unauffällig.
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