Neue Prävalenzanalyse zeigt: entzündlich rheumatische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch

Forscher der Charité in Berlin haben anhand einer Literaturrecherche analysiert, wie hoch die Prävalenz entzündlich rheumatischer Erkrankungen (ERE) in Deutschland aktuell ist.

Wie häufig sind entzündlich rheumatische Erkrankungen?

Entzündlich rheumatische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Die aktuelle Prävalenzanalyse basiert auf einer Literaturrecherche der Charité Berlin. Eingeschlossen ist der Zeitraum von 2014 bis 2022 – somit beginnt die Datenanalyse an dem Zeitpunkt, an dem die vorherige endete. 

Anhand einer systemischen Suche werden die Prävalenzen für folgende Erkrankungen ermittelt:

Was bedeuten die Daten?

Laut den Studienautoren legen die Daten nahe, dass die Prävalenz entzündlich rheumatischer Erkrankungen in Deutschland im Vergleich zum Vorerfassungszeitraum angestiegen ist. Man muss davon ausgehen, dass etwa 1,5 bis 2,2 Millionen Erwachsene und 14.000 Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik an ERE erkrankt sind. Die Gesamtprävalenz in der erwachsenen Bevölkerung liegt bei 2,2% bis 3%.

Obwohl die Daten ein moderates bis hohes Verzerrungsrisiko aufwiesen, zeigen sie doch den vor uns liegenden Versorgungsalltag mit insgesamt angestiegenen Prävalenzen entzündlich rheumatischer Erkrankungen.
 

Quelle:

Albrecht K, Binder S, Minden K, Poddubnyy D, Regierer AC, Strangfeld A, Callhoff J. Systematisches Review zur Schätzung der Prävalenz entzündlich rheumatischer Erkrankungen in Deutschland [Systematic review to estimate the prevalence of inflammatory rheumatic diseases in Germany. German version]. Z Rheumatol. 2023 Jan 2. German. doi: 10.1007/s00393-022-01305-2. Epub ahead of print. PMID: 36592211.