Hausarzt und Hämatologe – ein im Interesse des Patienten erfolgreiches Team

Bei zwei hämatologischen Erkrankungen ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Hämatologe besonders wichtig: zum einen bei der Immunthrombozytopenie (ITP), zum anderen bei der Polyzythämia vera (PV).

Bei zwei hämatologischen Erkrankungen ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Hämatologe besonders wichtig: zum einen bei der Immunthrombozytopenie (ITP), zum anderen bei der Polyzythämia vera (PV).

In beiden Fällen gilt es, die jeweils umfangreiche Liste der möglichen Differenzialdiagnosen gezielt abzuarbeiten, häufig unter Einbeziehung einer Knochenmarkspunktion. Da beispielsweise eine Thrombopenie neben einer ITP auch Anzeichen einer akuten Leukämie oder eines Myeloms, aber auch seltener Erkrankungen wie beispielsweise eines Morbus Gaucher sein kann, ist die hämatologische Diagnostik von zentraler Bedeutung, denn die jeweiligen therapeutischen Ansätze sind verständlicherweise grundverschieden.

Im Experten-Interview beschreibt Prof. Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie und Hämatologie / Onkologie an der München Klinik Schwabing, einem akademischen Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München, die für die Hausarztpraxis essentiellen Charakteristika der ITP wie auch der PV. Dabei kommen klinische und laborchemische Kriterien für die Stellung einer Verdachtsdiagnose ebenso zur Sprache wie spezifische „red flags“, die zur umgehenden Überweisung an den hämatologischen Spezialisten Anlass geben sollten.