- Milch und Milchprodukte
- Grünkohl, Spinat, Mangold
- Mohn
- Tofu
- Sesamsamen
- Grapefruit, schwarze Johannisbeeren, Himbeeren
Der zentrale Parameter bei Störungen der Calciumhomöostase ist neben Calcium selbst das Parathormon (PTH). Es reguliert den Calciumspiegel im Serum und liefert wichtige Hinweise auf die zugrundeliegende Pathologie.
So lassen sich die beiden häufigsten Ursachen für eine Hypocalcämie mithilfe des PTH unterscheiden:
Auch bei der Hypercalcämie hilft der PTH-Wert weiter. Rund 90 % der Fälle sind auf eine von zwei Ursachen zurückzuführen. Ein erhöhtes (oder inadäquat normales) PTH spricht für einen primären Hyperparathyreoidismus (PTH-abhängig). Ein erniedrigtes PTH hingegen deutet auf ein Malignom hin (PTH-unabhängig).
Eine häufige Ursache für eine schwere Hypercalcämie ist das multiple Myelom. Aber auch andere maligne Erkrankungen, die in den Knochen metastasieren, können eine Hypercalcämie bei niedrigem Parathormon verursachen.
Die Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung. Bei der Normalisierung des Calciumspiegels sollten Schweregrad, Symptomatik und zeitlicher Verlauf berücksichtigt werden.
Therapie der Wahl sind bei der Hypercalcämie Hydratation und Bisphosphonate bzw. Denosumab. Überbrückend kann Calcitonin eingesetzt werden, das schneller wirkt und in der Regel gut vertragen wird. Bei hohen Calciumwerten erfolgt oft eine forcierte Diurese, für die es jedoch keine gute Evidenz gibt. So kann Furosemid die Calciurese zwar steigern; der Einsatz beruht jedoch lediglich auf Fallserien aus der Zeit, in der noch keine Bisphosphonate zur Verfügung standen. Als Ultima Ratio dient die Dialyse, die aber selten notwendig ist.
Bei der Hypocalcämie wird Calcium substituiert. Akut werden i.v.-Boli unter einem engmaschigen Monitoring verabreicht, ggf. müssen auch andere Elektrolyte wie Magnesium ausgeglichen werden. Für die langfristige Behandlung werden Calcium und Vitamin D3 oral substituiert, verbunden mit einer ausreichenden diätetischen Calciumzufuhr von mindestens 1 g pro Tag.
Je nach zugrundeliegender Erkrankung, die ggf. weiter abgeklärt werden muss, kann die Behandlung ambulant durchgeführt werden oder sollte im Rahmen eines stationären Aufenthalts erfolgen. Als Orientierung gilt:
sollten stationär behandelt werden.