Die 47-jährige Grundschullehrerin ist beunruhigt wegen zunehmender, auffällig konfigurierter entzündlicher Hauterscheinungen am Oberkörper. Anlässlich einer Klassenfahrt kurz nach Ende des Corona-Lockdowns habe sie Unwohlsein und Kopfschmerzen verspürt sowie Fieber bis 38°C gemessen, nach leichter Besserung der Symptome sei es dann beginnend im Gesicht zu dem rasch aufsteigenden Hautausschlag gekommen. Die Patientin beklagt Halsschmerzen, Juckreiz und ein Spannungsgefühl der Haut. Außerdem bestünden zunehmend Arthralgien in den Finger- und Handgelenken und ein Brennen im Bereich der Fußsohlen. Unter dem Verdacht auf Urtikaria hatte sie bereits Antihistaminika und kurzfristig Kortisontabletten erhalten, ohne Besserung.
Auffällig sind ein stammbetontes Exanthem mit auffälliger anulärer Konfiguration sowie eine abblassende Rötung des Mittelgesichtes. Das übrige Integument einschließlich der einsehbaren Schleimhäute erscheint unauffällig (Abb. 1).
Abb.1: Im Dekolleté und in der unteren Abdominalregion sowie großflächig im Schultergürtelbereich, am unteren Rücken und an den proximalen oberen Extremitäten findet sich ein anulär konfiguriertes rotes Exanthem. Durch die Konfluenz der Einzelfloreszenzen ergibt sich ein insgesamt netzartiges Bild der Hautpathologie. Das Fehlen von Schuppung spricht gegen eine epidermale Beteiligung. Ein residuales Erythem findet sich im Bereich beider Wangen.
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