OZAWADE<sup>®</sup>: Welche Patiententypen profitieren?

Für Patienten*innen mit OSA und residualer exzessiver Tagesschläfrigkeit (rEDS) steht seit 3 Jahren OZAWADE<sup>®</sup> (Pitolisant) als medikamentöse Therapie zur Verfügung, um rEDS zu reduzieren.<sup>1,2</sup> Doch wer genau profitiert vom Einsatz des oralen Histamin-H3-Rezeptorantagonisten/inversen Agonisten?

Als oraler Histamin-H3-Rezeptorantagonist/inverser Agonist ist OZAWADE® bei Erwachsenen mit übermäßiger Tagesschläfrigkeit (EDS) bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA) zugelassen.1

Das Besondere: Das Präparat kann aufgrund seines günstigen Nebenwirkungsprofils auch bei kardiovaskulärer Komorbidität eingesetzt werden. Eine signifikante Veränderung des systolischen oder diastolischen Blutdrucks oder der Herzfrequenz wurde im Rahmen der zulassungsrelevanten Studien nicht beobachtet.3,4 Aufgrund des speziellen Wirkmechanismus von Pitolisant wirkt es nicht psychostimulierend und es besteht unter der Einnahme weder ein Abhängigkeitspotenzial, noch treten Absetzungsphänomene auf.5,6

Aber welche Patienten*innen vom Einsatz von OZAWADE® mit oder ohne CPAP-(continous positve airway) Therapie profitieren?

Herbert Müller*, 53 Jahre, LKW-Fahrer und passionierter Gitarrist.

Herbert Müller ist abends lange unterwegs. Er liebt seine Arbeit als Berufskraftfahrer – Abwechslung und Unabhängigkeit sind ihm wichtig. Doch in letzter Zeit ist er zunehmend müde trotz gut eingestellter CPAP-Therapie − eine residuale Tagesschläfrigkeit. Vor allem das monotone Fahren auf der Autobahn macht ihm zu schaffen.

Er fürchtet, seinen Beruf bald nicht mehr ausüben zu können, da es bereits zu problematischen Situationen im Straßenverkehr gekommen ist, wie einem Sekunden-Schlaf. Auch zu Hause ist der 3-fache Familienvater gefordert. Als Hobby-Gitarrist bleibt ihm neben Beruf und Familie nur wenig Zeit für die Bandproben. Seine Hausärztin* klärte kürzlich ab, dass die OSA für seine Schläfrigkeit ursächlich ist und nicht seine verschiedenen Aufgaben oder eine unausgeglichene Work-Life-Balance.

Menschen wie Herbert Müller müssen im Berufsalltag und Privatleben fit sein und funktionieren. „Einen Jobverlust kann ich mir nicht leisten. Was ist, wenn ich auf der Autobahn einschlafe? Was passiert dann mit meiner Familie?“

Herr Müller teilt seine Sorgen mit vielen OSA-Erkrankten, die im Berufsalltag Fahrzeuge wie z. B. LKW oder Bus fahren oder Maschinen bedienen müssen. Ihr Job erfordert volle Konzentration, daher benötigen sie eine gezielte Therapie der rEDS. Pitolisant kann bei diesen Patientengruppen additiv zur CPAP-Therapie eine Behandlungsoption sein.1

Brigitte Maier*, 54 Jahre, alleinstehende Travel Managerin. Sie ist im Berufs- & Privatleben viel auf Reisen.

Brigitte Maier plant Geschäftsreisen. Sie bucht Flüge, Hotels oder Mietwagen für die Belegschaft eines großen Konzerns. Amerika, Afrika, Asien – auch privat reist Brigitte gerne.

Mehrfach verbrachte Brigitte Nächte aufgrund ihrer OSA im Schlaflabor. Doch sie verträgt die CPAP-Therapie nicht. Sie schläft so unruhig, dass die Maske immer wieder verrutscht. Auch die Verwendung verschiedener Maskentypen konnten hier keine Abhilfe schaffen. Sie leidet unter rEDS.

„Ich möchte unabhängig sein und die Welt sehen. Im Sommer werde ich wieder viel verreisen. Dabei möchte ich Ausflüge machen, ohne Angst haben zu müssen, im Bus einzuschlafen und nicht mehr zurück zum Hotel zu finden.“

Nach Abklärung der Schlafhygiene und der Schilddrüsenwerte, wies der Hausarzt* Frau Maier auf die additive Therapieoption mit Pitolisant hin.1

Ivo Terzić*, 45 Jahre Familienvater, CNC-Fräser im Schichtdienst

Ivo Terzić arbeitet seit der Lehre als CNC-Fräser im Schichtdienst. Metall, Kunststoff, Aluminium – alle möglichen Materialien hat er bereits gefräst. Im Beruf macht dem 45-jährigen OSA-Patienten zunehmend die Tagesschläfrigkeit zu schaffen.

Vor kurzem wechselte er in seiner Firma in die Serienfertigung. Die CPAP-Therapie nutzt er mindestens 4 h pro Nacht, dennoch ist er tagsüber oft schläfrig. Die Abklärung im Schlaflabor erbrachte keine auffälligen Befunde. Als Option kann eine additive Therapie mit Pitolisant empfohlen werden.

„Bei der Serienfertigung muss ich besonders wachsam sein. Doch oft bin ich müde, obwohl ich die CPAP jede Nacht nutze. Bei der Werkzeugeinstellung brauche ich volle Konzentration. Wir arbeiten im tausendstel Millimeterbereich.“

*Fiktive Patientenfälle

Quellen

  1. Fachinformation OZAWADE®, Bioprojet Pharma, Stand: Juli 2021
  2. PRESSEMITTEILUNG 11/2021. Exzessive Tagesschläfrigkeit bei obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom, Bioprojet; zuletzt abgerufen am 21.01.2022 unter https://bioprojet.de/media/pages/news/3fabf9b207-1636973192/pressemitteilung-ozawade-november-2021.pdf
  3. Pépin JL et al. Pitolisant for Residual Excessive Daytime Sleepiness in OSA Patients Adhering to CPAP: A Randomized Trial. Chest 2021; 159(4): 1598–1609.
  4. Dauvellier Y et al. Pitolisant for Daytime Sleepiness in Patients with Obstructive Sleep Apnea Who Refuse Continuous Positive Airway Pressure Treatment. A Randomized Trial. Am J Respir Crit Care Med 2020; 201(9): 1135–1145.
  5. Setnik et al. Evaluation of the abuse potential of pitolisant, a selective H3-receptor antagonist/inverse agonist, for the treatment of adult patients with narcolepsy with or without cataplexy. SLEEPJ 2019, 1–12
  6. Dauvilliers Y et al. Pitolisant versus placebo or modafinil in patients with narcolepsy: a double-blind, randomised trial. Lancet Neurol 2013; 12: 1068–1075