Stille Nacht, heilige Nacht – Alles schläft, nur ich bin wach

Familienbesuche, ausgedehnte Abendessen und fettige Köstlichkeiten gestalten die festliche Stimmung, können aber für Betroffene von Tagesschläfrigkeit oder Hypersomnie-Erkrankungen zur Herausforderung werden. Wie lässt sich die Schlafhygiene trotz aller Versuchungen wahren?

Der Trubel der Weihnachtsfeiertage steht vor der Tür – doch welche Bedeutung hat dies für Patienten*innen mit Tagesschläfrigkeit oder Narkolepsie? Betroffene müssen sich einigen Hürden stellen, um ihre Schlafhygiene an den Feiertagen aufrecht zu erhalten. Nicht selten stehen Familienbesuche an, die eine ungewohnte Schlafumgebung mit sich bringen. Auch schwere und fettige Festessen tragen zu einer unruhigen Nacht bei.

Gerade weil es beinahe unmöglich erscheint unter diesen Bedingungen eine gute Schlafhygiene beizubehalten haben wir ein paar (nicht ganz ernst gemeinte Tipps) zusammengestellt, die dabei helfen können ausgeschlafen durch die Feiertage zu kommen.

1. Das Weihnachtsessen vorverlegen (Kein schweres Essen vor dem Schlafengehen)

Für das feierliche Festmahl kommen Butter, Zucker und Sahne gerne zum Einsatz. Das Ergebnis ist nicht selten ein köstliches, aber fettiges und mächtiges Dinner. Die Krux: so ein Essen liegt schwer im Magen und führt zu unruhigen Nächten. Um dem vorzubeugen, könnte das Festessen zwei bis drei Stunden vorverlegt werden, um so genügend Zeit für eine Verdauungspause einzubauen. Alternativ könnte der gesamte Weihnachtstag unter dem Motto „Weihnachten in einer anderen Zeitzone“ stehen – Weihnachten in Singapur zum Beispiel! Warum sollten wir nicht einfach die frisch gebratenen Gänse und den Glühwein um 10 Uhr morgens, also 18 Uhr abends in Singapur, genießen? Es ist doch schließlich Weihnachten.

2. Punsch statt Glühwein (Kein Alkohol vor dem Schlaf)

Apropos Glühwein: Auch wenn das winterliche Getränk ein Weihnachtsklassiker ist, ist der enthaltene Alkohol ein nächtlicher Unruhestifter. Greifen Sie stattdessen lieber zu einem Apfelpunsch, damit lässt es sich genauso gut anstoßen und das ohne die negativen Auswirkungen auf den Nachtschlaf. Und je nach Glühweinrezept, haben Sie geschmacklich eventuell sowieso die bessere Wahl getroffen.

3. Früh den Absprung schaffen (Regelmäßige Schlafenszeiten einhalten)

Wenn die Familie bis tief in die Nacht um den Tisch sitzt und über die Entscheidung, wohin es im nächsten Familienurlaub gehen soll, streitet, ist ein früher Absprung unausweichlich. Halten Sie dafür eine Ausrede bereit. „Wie die Zeit vergeht, wenn man in guter Gesellschaft ist. Ich muss leider noch die Fische füttern“, ob das jetzt wirklich Ihre sind, oder die im nahegelegenen Fluss oder Park – zu später Stunde, fragt eventuell keiner so genau nach.

4. Eine kurze Auszeit gönnen (Viel Bewegung)

Bewegung ist an Weihnachten nicht nur gesund, sondern auch eine begrüßenswerte Möglichkeit der allgemeinen Festtags-Hysterie aus dem Weg zu gehen. Ein Spaziergang nach der üppigen Mahlzeit bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern auch den Stresspegel in den Keller. Alternativ: Gehen Sie mit ihren Verwandten im Schlepptau zum Beispiel Eislaufen. Vielleicht löst sich so auch das Problem aus Tipp 3 von ganz allein auf, wenn alle glücklich und erschöpft nach Hause gehen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen fröhliche Weihnachten und himmlische Ruh.