WAKIX<sup>®</sup> (Pitolisant) – Die Breitbandoption in der Narkolepsietherapie
WAKIX<sup>®</sup> ist bei Narkolepsie ab dem Alter von 6 Jahren zugelassen. Es reduziert sowohl Tagesschläfrigkeit als auch Kataplexien. Dank seiner innovativen Wirkweise und seines Sicherheitsprofils ist es bei einem breiten Spektrum der Patienten*innen einsetzbar.<sup>1</sup>
Narkolepsie kann unterschiedliche Gesichter haben
Narkolepsie ist eine nicht heilbare, chronische neurologische Erkrankung, die durch eine Instabilität des Schlaf-Wach-Rhythmus aufgrund von Regulationsdefiziten im Gehirn gekennzeichnet ist. 2
Es werden zwei Typen der Narkolepsie unterschieden: 2,3
Narkolepsie-Typ 1 (NT1): Exzessive Tagesschläfrigkeit mit Kataplexie
Kataplexie-Attacken sind neben der Tagesschläfrigkeit das Hauptkennzeichen dieser Patienten*innen. Der Tonusverlust kann einzelne Muskelgruppen (z.B. unkontrollierte Gesichtsmimik) oder größere Muskelpartien (z.B. Hängen des Kopfes oder Weichwerden der Knie) betreffen. Seltener erfolgt ein totales Zusammensacken der Patienten*innen. Die Häufigkeit der Attacken kann stark schwanken, von einigen pro Jahr bis zu mehreren pro Tag.
NT1 wird zum Großteil begleitet von einem starken Hypocretin/Orexin-Mangel in der Zerebrospinalflüssigkeit, der auf eine Schädigung der Hypocretin/Orexin-produzierenden Neuronen im Hypothalamus zurückzuführen ist. Diesen Neuronen kommt eine entscheidende Rolle bei der Stimulierung von wachheitsfördernden Neurotransmittern und der Regulation des Schlaf- und Wachzustandes zu.
Narkolepsie-Typ 2 (NT2): Exzessive Tagesschläfrigkeit ohne Kataplexie
NT2 wird festgestellt, wenn keine Kataplexien und kein Hypocretinmangel vorliegen. NT2 ist aufgrund der nicht-spezifischen Symptome schwieriger zu diagnostizieren.
Symptome der Narkolepsie 2,3
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Alle Patienten*innen leiden unter exzessiver Tagesschläfrigkeit mit plötzlichen unwiderstehlichen Schlafattacken von meist 15–20-minütiger Dauer. Die Tagesschläfrigkeit wird auf mangelnde Aktivierung von wachheitsfördernden Neurotransmittern wie z.B. Histamin zurückgeführt.
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60-70% der Patienten*innen leiden zusätzlich unter Kataplexie-Attacken, d.h. einem plötzlichen partiellem oder totalen Verlust des Tonus der willkürlichen Muskulatur über wenige Sekunden bis Minuten. Das Bewusstsein bleibt stets erhalten. Trigger sind meist plötzliche starke Emotionen, wie z.B. Jubel und Lachen.
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60-70% der Patienten*innen leiden unter gestörtem und fragmentiertem Nachtschlaf.
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50-60% der Patienten*innen leiden unter Schlafparalysen bei Schlaf/Wachübergängen.
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50-60% der Patienten*innen leiden unter meist beängstigenden Halluzinationen bei Schlaf/Wachübergängen, oft in Kombination mit Schlafparalyse.
- Die Tagesschläfrigkeit ist oft verbunden mit kognitiven Störungen, Konzentrationsproblemen und Stimmungsschwankungen.
Narkolepsie beginnt früh und ist eine lebenslange Erkrankung 2
Erste Symptome der Narkolepsie treten bei den meisten Patienten*innen in der Adoleszenz auf, bei 10-15% der Patienten*innen jedoch schon im Alter unter 10 Jahren. Ein zweiter kleiner Peak ist im Alter von ca. 35 Jahren zu beobachten. Häufig ist der Verlauf progressiv mit mehr oder weniger großen Zeitabständen zwischen den verschiedenen Symptomen. Kataplexien zeigen sich normalerweise 2-3 Jahre nachdem Tagesschläfrigkeit erstmalig aufgetreten ist, manchmal jedoch auch erst viele Jahre später.
Die Narkolepsie kann sich in milder oder schwerer Form und in individuell unterschiedlichen Symptomkombinationen manifestieren und kann sich auch im Laufe der Zeit verändern. Missinterpretationen der Symptome können die korrekte Diagnose z.T. über viele Jahre verzögern. Vor allem Kinder haben oft eine etwas atypische Symptomatik und können ein paradoxes Verhalten zeigen, indem sie bspw. ihre Müdigkeit durch Hyperaktivität und aggressives Verhalten zu kaschieren versuchen. Dies kann u. U. zur Fehldiagnose Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) führen.
Mit WAKIX® (Pitolisant) können beide Narkolepsietypen (NT1 und NT2) gleichermaßen behandelt werden
Wirkmechanismus
Pitolisant hat einen einzigartigen Wirkmechanismus. Es kann als Histamin-H3-Rezeptor-Antagonist/inverser Agonist die Folgeerscheinungen eines Hypocretin-Mangels zumindest teilweise ausgleichen, indem es die Verfügbarkeit des wachmachenden Neurotransmitters Histamin erhöht. Pitolisant hemmt im Gehirn selektiv die Eigenblockade der Histaminfreisetzung durch den H3-Autorezeptor in den Histamin-Neuronen am präsynaptischen Spalt und stimuliert darüber hinaus die endogene Produktion von Histamin.4
Die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung mit Histamin zeigt sich auch darin, dass histaminerge Neurone bei Narkolepsie stark vermehrt sind, wahrscheinlich als kompensatorischer Mechanismus. Dies macht sich allerdings nicht in einer höheren Histaminverfügbarkeit in der zerebrospinalen Flüssigkeit bemerkbar.5,6 Verantwortlich dafür könnte die Selbstbeschränkung der Histaminausschüttung durch die konstitutive Kontrolle des Histamin-H3-Autorezeptors sein. Pitolisant kann diese Selbstbeschränkung durch Blockade des H3-Rezeptors aufheben.7,8
WAKIX® verbessert die Tagesschläfrigkeit und reduziert die Kataplexie-Häufigkeit
Die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von WAKIX® wurde mehrfach in einem umfangreichen klinischen Studienprogramm an erwachsenen Patienten*innen mit Narkolepsie belegt.1,9-11
Die Tagesschläfrigkeit (primärer Endpunkt in der HARMONY I Studie an NT1 und NT2-Patienten*innen) nahm gemessen an der Veränderung des Punktwertes im Fragebogen der Epworth Sleepiness Scale (ESS) deutlich und signifikant im Vergleich zur Placebogruppe bereits ab der zweiten Behandlungswoche ab.9
Die Zahl der Kataplexie-Attacken pro Woche (primärer Endpunkt in der HARMONY CTP Studie an NT1-Patienten*innen) nahm ebenfalls rasch und hochsignifikant im Vergleich zu Placebo ab.10
Mit WAKIX® (Pitolisant) können Erwachsene und Kinder gleichermaßen behandelt werden
Die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit aus den Studien an erwachsenen Narkolepsie-Patienten*innen hat sich in einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie an Kindern und Jugendlichen bestätigt, die kürzlich zur Zulassungserweiterung von WAKIX® ab dem Alter von 6 Jahren geführt hat.11
Die Studie an Kindern und Jugendlichen von 6-17 Jahren mit Narkolepsie mit und ohne Kataplexie belegte eine ähnlich gute Wirkung von WAKIX® auf die Tagesschläfrigkeit und auf die Kataplexie-Attacken wie bei Erwachsenen. Primärer Endpunkt waren die übermäßige Tagesschläfrigkeit und die Zahl der Kataplexie-Attacken, die in der Ullanlinna Narcolepsy Scale (UNS) in einem Gesamtscore zusammengefasst wurden. WAKIX® reduzierte den kombinierten Endpunkt von Tagesschläfrigkeit und Kataplexie im UNS-Gesamtscore sehr deutlich und klinisch relevant im Vergleich zu Placebo.11
Gutes Sicherheitsprofil von WAKIX® bei Erwachsenen und Kindern
WAKIX® ist im Allgemeinen gut verträglich. Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen waren den bei Erwachsenen beobachteten ähnlich. Die meisten Nebenwirkungen waren milder Natur. Nebenwirkungen, die bei mehr als 5% der Patienten*innen auftraten, waren bei Erwachsenen Schlaflosigkeit (8,4%) und Kopfschmerzen (7,7%), bei Kindern ebenfalls Kopfschmerzen (11%) und Schlaflosigkeit (5,6%).1 Pitolisant ist kein Psychostimulanz und in den klinischen Studien und in einer speziellen Abusus-Studie konnte kein Missbrauchspotenzial festgestellt werden.1,12 Es unterliegt daher nicht dem Betäubungsmittelgesetz.
Einfache Behandlung mit WAKIX®
Die Behandlung mit WAKIX® Filmtabletten ist sehr einfach: Die Tagesdosis wird einmal täglich morgens beim Frühstück eingenommen. Die maximale Tagesdosis beträgt bei Erwachsenen sowie Jugendlichen und Kindern über 40 kg 36 mg, bei Jugendlichen und Kindern unter 40 kg 18 mg.1
WAKIX® (Pitolisant) kann als First-Line-Therapie bei Narkolepsie breit eingesetzt werden
Dank seiner guten Wirksamkeit sowohl bei der Tagesschläfrigkeit als auch bei der Kataplexie bietet sich WAKIX® bei beiden Formen der Narkolepsie als First-Line Therapie an. Die insgesamt gute Verträglichkeit und das günstige Sicherheitsprofil erlauben die Anwendung bei Erwachsenen und auch bei Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren. Die nur einmal tägliche Gabe als Filmtablette erleichtert die Behandlung.
Vorteile von WAKIX®
- Zugelassen für Narkolepsie mit und ohne Kataplexie
- Zugelassen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren
- Verbessert die Tagesschläfrigkeit und die Kataplexie
- Gute Verträglichkeit und gutes Sicherheitsprofil
- Kein Psychostimulanz und kein Missbrauchspotenzial
- Einfache Dosierung: Tablette einmal morgens
- Fachinformation Wakix® (Bioprojet Pharma), Stand März 2023.
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- Chavda V et al. Narcolepsy – a neuropathological obscure sleep disorder: A narrative review of
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- Guevarra JT et al. Pitolisant to treat excessive daytime sleepiness and cataplexy in adults with narcolepsy: Rationale and clinical utility. Nature Sci Sleep 2020;12:709-19.
- Valko PO et al. Increase of histaminergic tuberomammillary neurons in narcolepsy. Ann Neurol 2013;74:794-804.
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