Portal “Entscheidungshilfe Prostatakrebs” gut angenommen

Webseite unterstützt Betroffene bei Wahl der richtigen Therapieentscheidung. Testzugang für Urologen.

Angesichts des breiten Behandlungsspektrums beim nicht metastasierten Prostatakarzinom fällt die Therapieentscheidung häufig schwer. Dennoch müssen in Deutschland etwa 60.000 Männer jährlich gemeinsam mit ihrem Urologen entscheiden, wie behandelt werden soll. Nun hat die PatientenAkademie der Deutschen Urologen eine onlinebasierte Entscheidungshilfe für Patienten mit nicht metastasiertem Prostatakarzinom entwickelt, die Betroffene und ihre betreuenden Urologen bei der Wahl der individuell richtigen Therapie unterstützt. “Der ‘Clou’ unseres Angebotes liegt in der interaktiven Personalisierung nach onkologischem Risiko, Erektionsfunktion und Begleiterkrankungen. Das kann keine noch so gute Broschüre leisten”, sagt Projektleiter PD Dr. Dr. Johannes Huber vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden.

Das Konzept: Der Urologe kann geeigneten Prostatakrebspatienten kurz nach der Erstdiagnose die Nutzung der personalisierten Entscheidungshilfe anbieten und ihm einen individuellen Zugangscode zur Verfügung stellen. Auf Basis seiner Eingaben erhält der Patient leitliniengerechte personalisierte Informationen zu seiner Erkrankung und den Behandlungsmöglichkeiten. So kann sich der Betroffene zuhause mit Personen seines Vertrauens informieren. Alle Inhalte sind als Videos aufbereitet. In das anschließende Arztgespräch bringt der Patient dann eine standardisierte Zusammenfassung seiner Daten mit. Dazu zählen Angaben zu Komorbidität, Erektions- und Miktionsfunktion, psychischer Belastung sowie zu subjektiven Prioritäten, von denen die individuelle Beratung zusätzlich profitiert. Für Urologen stellen diese gezielte Vorbereitung und ihre automatische Dokumentation eine Entlastung im klinischen Alltag dar. Die technische Umsetzung erfolgte mit Unterstützung von Takeda Pharma. Rund 100.000 Euro stellte der Konzern bereit, sagte Privat-Dozent Johannes Huber auf der Pressekonferenz des Urologen-Kongresses in Leipzig.

“Etwa zwei von drei Betroffenen werden unser Angebot nutzen können”, schätzt Huber. “Denn mittlerweile liegt die Internetnutzung der 70-jährigen in dieser Größenordnung.” In den ersten drei Monaten Juni, Juli und August 2016 hätten 319 Nutzer die Entscheidungshilfe Prostatakrebs genutzt, was Huber als Zeichen der Etablierung bewertet.

Urologen können sich unter  www.entscheidungshilfe-prostatakrebs.de einen Testzugang einrichten. Der Benutzername lautet 4001; das Passwort cukucf. Alle Angaben würden pseudonymisiert gespeichert und ausgewertet.

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