Neue Nachbeobachtung nach Katheterablation bei Vorhofflimmern

ICM: Implantierbare Herzmonitore zuverlässig bei AF

Lange Zeit war es schwierig, den Erfolg einer Katheterablation wirklich nachzuweisen, da die Überwachung diskontinuierlich erfolgte und nur auf Symptomberichterstattung basierte. Ein Team am Herzzentrum Dresden geht jetzt nach der Katherderablation anders vor. Auf dem 84. DGK-Kongress stellte Dr. Utz Richter die Ergebnisse der Studie auf einer Postersession vor.

Mittels implantierbaren Herzmonitoren der neuen Generation (ICM) wird eine kontinuierliche Langzeitüberwachung nach der Katheterablation bei Vorhofflimmern möglich. Die ICM liefern eine hohe AF-Erkennungsleistung und eine Fernüberwachung mit täglicher Episodenübertragung, einschließlich Elektrogramme für die manuelle Analyse.

Ziel der Studie war es, die Einjahres-Erfolgsraten nach einer erstmaligen Katheterablation bei paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern durch kontinuierliche Arrhythmie-Überwachung einerseits und durch periodische diskontinuierliche Überwachung andererseits zu vergleichen.

Ein Jahr lang wurden 419 Patienten, die einen postinterventionellen ICM erhielten, nachbeobachtet. Der ICM erfasste alle AF-Episoden kleiner oder gleich zwei Minuten. Ausgewertet wurden sie von erfahrenen Telemedizinern, die die Episoden als angemessen oder unangemessen einstuften. Die Einjahresrezidivrate wurde nach einer dreimonatigen Blanking-Periode analysiert.

Erheblicher Anstieg der Erfolgsraten

Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 6 bis 15 Monaten wurden 18.819 Episoden bei den Patienten manuell als AF klassifiziert. In der Gruppe mit kontinuierlicher Überwachung erreichten 51 Prozent der Patienten eine einjährige Rezidivfreiheit. 42 Prozent mit persistierendem Vorhofflimmern und 59 Prozent mit paroxysmalem Vorhofflimmern waren frei von Vorhofflimmern.

Bei der Simulation der 7d Holter-Überwachung alle drei Monate stiegen die Erfolgsraten bei allen Patienten auf 72 Prozent, bei jenen mit paroxysmalem Vorhofflimmern auf 78 Prozent und bei jenen mit persistierendem Vorhofflimmern auf 66 Prozent. Die Erfolgsrate wäre weiter gestiegen, hätte man alle drei Monate ein 24-Stunden-Langzeit-EKG gemacht, sind die Studien-Macher überzeugt: für sämtliche Fälle dann auf 83 Prozent, 89 Prozent bei paroxysmalem und 79 Prozent bei persistierendem Vorhofflimmern. Ein 7-tägiger versus einem eintägigen periodischen Holter erhöhte die Rezidivfreiheit signifikant.

Dr. Utz Richter schlussfolgert aus diesen Daten, die kontinuierliche Arrhythmie-Überwachung mit ICM verändere die Erfolgsraten signifikant im Gegensatz zu den bislang üblichen diskontinuierlichen periodischen Kontrollen. Zur Evaluierung neuer therapeutischer Interventionen bei Patienten mit Vorhofflimmern sollte deshalb die kontinuierliche Überwachung als zuverlässigste Methode zur Bestimmung des Erfolgs betrachtet werden.

Quelle:
Dr. Utz Richter, Postersession, 84. DGK-Kongress, Mannheim 2018.

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