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1 Stunde körperliche Aktivität täglich reduziert Diabetes-Risiko um 40 Prozent

Neue Meta-Studie trumpft mit konkreten Zahlen auf. Obwohl bereits bestens bekannt ist, dass Sport ein effizientes Mittel darstellt, um das Risiko für Typ 2-Diabetes zu reduzieren, bringt eine Studie nun neue Details ans Licht.

Neue Meta-Studie trumpft mit konkreten Zahlen auf.

Obwohl bereits bestens bekannt ist, dass Sport ein effizientes Mittel darstellt, um das Risiko für Typ 2-Diabetes zu reduzieren, bringt eine Studie nun neue Details ans Licht. Mit Hilfe der Daten von mehr als 1 Million Teilnehmern aus vier Kontinenten bestimmten Forscher die genauen Vorteile körperlicher Bewegung und drückten diese in Zahlen aus.

Experten schätzen, dass es bis zum Jahr 2035 weltweit rund 592 Millionen Patienten mit Typ 2-Diabetes geben wird. Eine Zahl von so gigantischem Ausmaß, dass jede Erkenntnis zum Management dieser Erkrankung von großer Bedeutung ist.

Die Risikofaktoren für die Entstehung eines Diabetes Typ 2 (die häufigste Form von Diabetes) gelten mittlerweile als weitgehend erforscht.

So sind Übergewicht oder Fettleibigkeit, hoher Blutdruck, abnormale Cholesterin- und Triglyceridwerte sowie Inaktivität allesamt dafür bekannt, eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Krankheit zu spielen. Alle eben genannten Ursachen können darüber hinaus, und das ist die gute Nachricht, zumindest teilweise, durch sportliche Aktivität kontrolliert und verbessert werden.

Sport und Diabetes: Ein frischer Blick

Eine neue Studie, welche vor kurzem in der Zeitschrift Diabetologia veröffentlicht wurde, warf jetzt einen genauen Blick auf die Rolle von Sport bei der Entwicklung von Typ-2-Diabetes (DOI: 10.1007/s00125-016-4079-0). Der Studie gelang dabei der bisher eingehendste Blick auf den Faktor Sport unabhängig von allen anderen Einflussfaktoren, wie zum Beispiel der Ernährung. Die Schlussfolgerungen aus der Arbeit sind eindeutig: “Die Arbeit konnte zeigen, dass ein bisschen körperliche Aktivität gut ist – aber viel Sport ist noch besser”, so Dr. Soren Brage, Koautor der Studie.

Gegenwärtig empfehlen die Leitlinien in den USA und dem Vereinigten Königreich 150 Minuten moderate oder 75 Minuten kräftige körperliche Aktivität pro Woche. Diese könnten durch Radfahren, Wandern oder Sport absolviert werden. Laut dem Centers for Disease Control and Prevention (CDC) kommen jedoch nur weniger als 50 Prozent der amerikanischen Erwachsenen dieser Empfehlung nach.

Die aktuelle Studie ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zweier Institutionen – des University College London und der University of Cambridge, die beide in Großbritannien Daten von mehr als einer Million Menschen zusammengeführt haben. Darüber hinaus analysierte das Team insgesamt 23 Studien aus den USA, Asien, Australien sowie Europa.

Dank der enormen Mengen an geeigneten Daten konnten die Wissenschaftler die Effekte körperlicher Ertüchtigung isolieren und unabhängig von anderen Verhaltensfaktoren untersuchen. Dies unterscheidet diese von früheren Arbeiten, welche nicht in der Lage waren, die Auswirkungen der körperlichen Aktivität allein zu betrachten.

Die Forscher fanden dabei heraus, dass jede Form der Ertüchtigung bezüglich der Abwehr von Diabetes vorteilhaft ist. Dabei erzielten diejenigen Einzelpersonen die größten protektiven Effekte, welche die 150-Minute-Empfehlung der Leitlinien überschritten.

“Mehr ist besser”

Laut der Analyse können Radfahren oder zügiges Wandern für 150 Minuten pro Woche das Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes um bis zu 26 Prozent reduzieren.

Diejenigen, die jeden Tag kräftig für eine Stunde körperlich aktiv waren, reduzierten ihr Risiko sogar um 40 Prozent. Am anderen Ende der Skala erfuhren selbst diejenigen, denen es nicht gelang das 150-Minuten-Ziel zu erreichen, eine Reduktion ihres Risikos für Typ-2-Diabetes – allerdings in einem geringeren Ausmaß.

“Unsere Ergebnisse belegen das große Potenzial körperlicher Aktivität, wenn es darum geht, die globale Ausbreitung von Diabetes Typ 2 zu verlangsamen oder sogar umzukehren. Die Ergebnisse werden sich bei der Erarbeitung präventiver Modelle als nützlich erweisen. Diese stellen häufig einen wichtigen Bestandteil der Evidenzbasis für politische Entscheidungen dar”, so Andrea Smith, Erstautorin

Die neuen Ergebnisse ergänzen unser Verständnis darüber, wie sich Veränderungen der körperlichen Aktivität auf die Inzidenz von Krankheiten wie Diabetes auswirken könnten. Sie unterstützen deshalb die notwendige Einführung von Präventionsmaßnahmen, welche die körperliche Ertüchtigung in allen Lebensbereichen verstärken. Damit ist zum Beispiel die Schaffung von Umgebungen gemeint, die Sport und Bewegung in den Alltag integrieren und notwendig machen.