13 Prozent aller Todesfälle sind auf Rauchen zurückzuführen

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat die neue Auflage des Tabakatlas veröffentlicht. Er gibt einen Überblick zum Ausmaß des Rauchens, zu den Folgen des Tabakkonsums sowie zu Lösungsstrategien, um die gesellschaftlichen Schäden des Rauchens zu verringern.

Anteil der Rauchenden unter Jugendlichen sinkt weiter

Daten und Fakten rund um den Tabakkonsum in Deutschland sowie Informationen zu den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken und gesellschaftlichen Folgen: Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat die neue Auflage des Tabakatlas veröffentlicht. Er gibt einen Überblick zum Ausmaß des Rauchens, zu den Folgen des Tabakkonsums sowie zu Lösungsstrategien, um die gesellschaftlichen Schäden des Rauchens zu verringern.

Nach wie vor zeigt sich, wie stark das Rauchen die Gesundheit beeinträchtigt: Allein in Deutschland erkrankten im Jahr 2018 etwa 85.000 Menschen infolge des Rauchens an Krebs und rund 127.000 Menschen starben an den gesundheitlichen Folgen des Rauchens. Das entspricht rund 13 Prozent aller Todesfälle. Seit der letzten Berechnung 2013 ist dieser Wert damit noch weiter gestiegen.

Immer noch raucht in Deutschland etwa jeder vierte erwachsene Mensch, rund 26 Prozent der Männer und 19 Prozent der Frauen. Unter Jugendlichen sinkt der Anteil der Rauchenden seit Jahren und liegt aktuell bei 6 Prozent der Jungen und 5 Prozent der Mädchen.

Weiterhin gibt es auch erhebliche Unterschiede im Raucheranteil zwischen den einzelnen Bundesländern. So rauchen im Süden Deutschlands weniger Menschen als im Osten und Norden. Auch der soziale Status hat einen Einfluss auf die Rauchgewohnheiten: Männer und Frauen mit niedrigem Sozialstatus – gemessen am Bildungsniveau, an der beruflichen Stellung und an der Einkommenssituation – rauchen häufiger und mehr als diejenigen mit hohem Sozialstatus. 

23 Euro für eine Zigarettenpackung

Neben den gesundheitlichen Konsequenzen des Rauchens beleuchtet der Tabakatlas auch, welche Folgen das Rauchen für die Gesellschaft hat: So verursachen die zahlreichen durch das Rauchen ausgelösten Krankheits- und Todesfälle dem Gesundheitswesen und der Volkswirtschaft jährlich rund 97 Milliarden Euro an Kosten. Um diese direkten und indirekten Kosten über den Zigarettenpreis zu kompensieren, müsste laut DKFZ eine Packung Zigaretten 22,80 Euro kosten.

Neben weiteren umfassenden Informationen, zum Beispiel zum Konsum von E-Zigaretten oder Wasserpfeifen oder zum Passivrauchen, zeigt der Tabakatlas auch Lösungsansätze auf, über die vor allem die Politik dazu beitragen kann, den Tabakkonsum zu senken. So zum Beispiel Tabakwerbeverbote oder -steuererhöhungen. Laut den Ergebnissen der Expertinnen und Experten sei Deutschland im europäischen Vergleich eines der Länder mit dem größten Handlungsbedarf in der Tabakkontrolle. Deutschland sollte sich daher das strategische Ziel setzen, bis 2040 rauchfrei zu werden, also den Raucheranteil in der Bevölkerung auf unter fünf Prozent zu senken, so das DKFZ.

Referenzen:
1. Deutsches Krebsforschungszentrum: Neuer Tabakatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums erschienen – 13 Prozent aller Todesfälle als Folge des Rauchens. Pressemeldung vom 01.12.2020
2. Deutsches Krebsforschungszentrum: Tabakatlas Deutschland 2020. 1. Auflage

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