Ärzte streiken an Kliniken in Schleswig-Holstein

Der Marburger Bund hat im Tarifkonflikt zum Warnstreik aufgerufen. Einige hundert Mediziner demonstrieren in Kiel gegen ihre Arbeitsbelastung. Um mehr Geld geht es auch.

Es brodelt an den kommunalen Kliniken

Der Marburger Bund hat im Tarifkonflikt zum Warnstreik aufgerufen. Einige hundert Mediziner demonstrieren in Kiel gegen ihre Arbeitsbelastung. Um mehr Geld geht es auch.

Ärzte an den kommunalen Kliniken und im Gesundheitsdienst der Kommunen sind am Montag in Schleswig-Holstein in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Dazu aufgerufen hatte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund. An einer Kundgebung und einer Demonstration in der Kieler Innenstadt beteiligten sich am Vormittag nach Schätzungen der Polizei rund 350 Mediziner. Mit der Aktion wollte der Marburger Bund drei Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde in Berlin den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Die Gewerkschaft fordert in dem Tarifkonflikt unter anderem fünf Prozent mehr Geld, eine klare Begrenzung von Bereitschafts- und Schichtdiensten. Es müsse zwei freie Wochenenden im Monat geben. Die Gewerkschaft verlangt auch, dass die Arbeitszeit automatisiert und manipulationsfrei erfasst wird. Ein erstes Angebot der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte der Marburger Bund als unzureichend abgelehnt.

Mit Trillerpfeifenlärm und Plakaten wie "Wer sich nicht selbst erholen kann, macht niemanden gesund" und "Mama und Papa sind zu Hause in der Klinik" machten die Ärzte auf die aus ihrer Sicht zu hohe Arbeitsbelastung aufmerksam. "Es brodelt an allen Kliniken", sagte der stellvertretende Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Joachim Schur. Die Arbeit in den Kliniken habe sich massiv verdichtet. An mehreren Krankenhäusern gebe es faktisch täglich Notbesetzungen.

"Die Deiche brechen, wir haben Landunter", sagte der Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Henrik Herrmann, auf der Kundgebung am Kieler Rathausplatz. Die Ärzte müssten massenhaft Mehrarbeit leisten, 60 bis 80 Wochenstunden seien normal. "Immer mehr, immer oberflächlicher, immer weniger Zeit" - so sei die Situation an den Kliniken. Der Bundesvorsitzende Rudolf Henke warnte die Arbeitgeber davor, den Konflikt eskalieren zu lassen. Während des Warnstreiks gewährleisteten Notdienstvereinbarungen eine Besetzung an den Kliniken, wie sie an Wochenenden üblich ist. So sollten alle Notfälle behandelt werden können.

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