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Altenpflege: Sturzprophylaxe per Smartphone-App

Mit moderner Technologie zu mehr Mobilität im Alter

Täglich stürzen Senioren in ihren eigenen vier Wänden. Die Behandlung älterer Menschen nach Stürzen ist eine der am rasantesten wachsenden medizinischen Leistungen. Ein deutsches Unternehmen entwickelte nun einen Mobilitätstest per Smartphone-App, der Patienten und Pflegepersonal entlasten soll. Auf dem FUTURE MEDICINE Kongress 2017 in Berlin sprach die Gründerin von LINDERA über ihr Projekt.

Aufgrund des demografischen Wandels der letzten Jahrzehnte sehen sich Geriatrie und Altenpflege mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Dabei steht neben der Erforschung und Behandlung von neurodegenerativen und kardiovaskulären Erkrankungen älterer Menschen vor allem die eingeschränkte Mobilität im Fokus aktueller Forschung. Denn mehr als 30 % aller 60-Jährigen stürzen mindestens einmal jährlich, ab einem Alter von 80 Jahren sind es bereits 50 %. So stellen Stürze auch für Krankenversicherungen einen enormen Kostenfaktor dar – gleich dem etwa aller Behandlungen von Diabetes-Patienten.

Eine innovative Smartphone-App soll nun helfen, Stürze von Senioren zu vermeiden, Angehörige besser in die Pflege einzubinden und medizinisches Personal bei geriatrischen Assessments zu unterstützen. Den App-Entwicklern ist es gelungen, das 3D-Bild einer Gangbewegung mathematisch zu berechnen – allein mit Videomaterial einer einfachen Smartphone-Kamera. Bisher war für solche Berechnungen mindestens ein Tiefensensor, wie er etwa in Spielekonsolen Anwendung findet, nötig. Die Kamera im Handy zeichnet den Gang eines Senioren auf, während eine Software die Daten mit medizinischen Statistiken abgleicht und mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen eine Analyse des Gangbildes erstellt. Nachdem der Nutzer einige Fragen zu seiner Mobilität und seinem persönlichen Wohnumfeld beantwortet hat, kann die App eine individuelle Sturzprophylaxe für unterschiedliche Wohnformen ermitteln.

Die Vorteile des digitalen Helfers sind offensichtlich: Die App ist ohne technisches Vorwissen intuitiv bedienbar und kann sowohl von Patienten als auch von Pflegekräften problemlos angewendet werden. Auch bedeutet jeder Sturz zusätzlichen Dokumentationsaufwand, den eine Pflegekraft – ganz gleich, ob ambulant oder stationär – mit engem Zeitplan meist nicht leisten kann. Das ist aktuell weitverbreitete Realität in der Branche. Jeder verhinderte Sturz schont somit nicht nur die Gesundheit des Patienten, sondern auch wertvolle Zeit, die die Pflegekraft für Arbeiten mit dem Menschen aufwenden könnte. Doch in erster Linie soll es immer um den Patienten gehen, betont Gründerin Diana Heinrichs: "Wir wollen moderne Technologie nutzen, um älteren Menschen Selbstbestimmung im eigenen Heim zu ermöglichen."