Amtsärzteschaft warnt vor Vernachlässigung der Gesundheitsämter

Die deutsche Amtsärzteschaft warnt davor, die Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie weiter zu überlasten: "Man hätte die Gesundheitsämter längst aufrüsten und dauerhaft mit mehr Personal ausstatten können – und nicht nur kurzfristig mit Hilfskräften, wenn die Infektionszahlen steigen".

Sieben-Tage-Inzidenz von 50 für Gesundheitsämter sehr hoch gegriffen

Die deutschen AmtsärztInnen warnen davor, die Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie weiter zu überlasten: "Man hätte die Gesundheitsämter längst aufrüsten und dauerhaft mit mehr Personal ausstatten können – und nicht nur kurzfristig mit Hilfskräften, wenn die Infektionszahlen steigen", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert. "Einzelne Ämter haben ein paar Stellen bekommen, aber flächendeckend ist noch nicht allzu viel passiert. Das reicht noch lange nicht aus."

Es seien auch nach wie vor zu viele BundeswehrsoldatInnen zur Hilfe in den Ämtern nötig. "Den Kurs, mit Hilfskräften aufzustocken, hat man noch nicht verlassen", kritisierte Teichert.

Gesundheitsämter stellen unter anderem die Kontaktverfolgung nach Infektionen sicher. Wird eine Person positiv auf das Coronavirus getestet, muss dort geprüft werden, wen sie in den Tagen zuvor getroffen hat. Die Gesundheitsämter vor Ort in Baden-Württemberg melden zudem seit Ausbruch der Pandemie die Zahlen der Infizierten an das Landesgesundheitsamt. Dort werden die Zahlen gebündelt und an das Robert Koch-Institut gemeldet.

Die Verbandsvorsitzende äußerte zudem Zweifel, an der gewählten Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 EinwohnerInnen in der Sieben-Tage-Inzidenz: "Ich habe von Anfang an darauf hingewiesen, dass die Zahl 50 für die Gesundheitsämter sehr hoch gegriffen ist", sagte Teichert. Die Politik brauche eine Grenze und habe die 50 "willkürlich gewählt". Eine Inzidenz von 50 oder etwas darunter sei aber noch "viel zu viel". "Wenn jetzt zu rasch gelockert wird, steigen die Zahlen im April wieder, und wir bekommen eine dritte Welle", warnte sie.

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