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Ärzte werden durch Flüchtlinge vor neue Herausforderungen gestellt

Flüchtlinge bringen aus ihren Heimatländern Krankheiten mit, die hier nur selten oder gar nicht vorkommen. Ärzte müssten sich darauf vorbereiten, fordert ein Experte. Er warnt jedoch vor Panikmache.

Der Zuzug von Flüchtlingen stellt auch die Ärzte im Land vor neue Herausforderungen. “Es kann sein, dass wir Krankheiten zu Gesicht bekommen, die wir bei uns lange nicht gesehen haben”, sagte der Ludwigshafener Allgemeinmediziner Bernhard Wallacher der Deutschen Presse-Agentur. Wenn ein Flüchtling Bauchschmerzen habe, müsse man zum Beispiel auch damit rechnen, dass Würmer die Ursache sind. Das bedeute jedoch keinesfalls, dass von Flüchtlingen deshalb eine Gefahr ausgehe. “Es ist Unsinn zu behaupten, dass da Krankheiten eingeschleppt werden.” Das Risiko, sich anzustecken, sei in der einheimischen Bevölkerung nicht gestiegen, viele der Krankheiten seien auch gar nicht direkt übertragbar.

Wallacher gehört zu den Organisatoren einer Tagung der Deutschen Fachgesellschaft für Reisemedizin in Ludwigshafen. Dort steht am Freitag und Samstag auch das Thema Migration auf dem Programm. “Reisen ist ja praktisch Migration auf Zeit”, erklärte Wallacher den Zusammenhang.

Zu rechnen sei bei Flüchtlingen beispielsweise häufig mit Erkrankungen, die durch Ernährungsmangel ausgelöst werden. “Diese Menschen waren schließlich oft monatelang auf der Flucht und in provisorischen Lagern – teils unter schlechten hygienischen Bedingungen”, sagte Wallacher. Oft habe man auch mit traumatisierten Patienten zu tun. Ärzte müssten darauf ein besonderes Augenmerk haben.

Immer wieder erkranken Flüchtlinge auch an Tuberkulose. “Wir sehen das häufiger”, sagte Wallacher. In Rheinland-Pfalz wurden im vergangenen Jahr 276 Fälle der bakteriellen Infektionskrankheit registriert, 68 davon bei Asylsuchenden. Nachdem die Krankheit in den vergangenen Jahren fast verschwunden war, gibt es jetzt wieder mehr Fälle. Der Experte sieht aber auch hier keinen Grund zur Sorge.

Eine Herausforderung stellen für den Reisemediziner aber nicht nur Flüchtlinge dar. Es gelte, eine älter werdende Gesellschaft mit ungebremster Reiselust über Gesundheitsrisiken im Ausland aufzuklären. “Wenn Sie in Nepal beim Wandern mit dem Fuß umknicken, holt Sie kein Hubschrauber vom Berg – diese Möglichkeit gibt es dort nicht”, verdeutlichte Wallacher. Mit guter Vorbereitung bestehe jedoch auch für ältere Menschen kein Grund, auf eine Reise in abgelegenere Regionen zu verzichten.