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Aspirin erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft

Eine neue Studie hat nun untersucht, welchen Effekt Aspirin auf die weibliche Fruchtbarkeit hat. Die Einnahme von Aspirin zog eine höhere Geburtenrate nach sich. Hier scheinen Entzündungen im Körper eine entscheidende Rolle zu spielen.

Laut WHO sind weltweit acht bis zwölf Prozent der Paare unfruchtbar. Das sind zwischen 50 und 80 Millionen Menschen, deren Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Oftmals gilt die Unfruchtbarkeit der Frau als ursächlich für den unerfüllten Kinderwunsch, der WHO zufolge ist die männliche Unfruchtbarkeit jedoch nicht weniger präsent. Die häufigsten Ursachen bei Männern umfassen eine unzureichende Samenqualität und eine schwache Beweglichkeit der Spermien. Für die weibliche Unfruchtbarkeit können unter anderem hormonelle Störungen, organische Defizite und Entzündungen ursächlich sein. Letztere belaufen sich vor allem auf Entzündungen der Eileiter, die den Transport der Eizelle stark beeinträchtigen. 

Am Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development (NICHD) ist man nun auf die Idee gekommen, den Effekt von Aspirin auf die Geburtenrate zu untersuchen. Aspirin steht unter dem Verdacht, Entzündungen zu hemmen.

Der Probandenpool umfasste 1.228 Frauen im Alter von 18 bis 40 Jahren, die ihrem Wunsch, schwanger zu werden, aktiv nachgingen und zuvor schon ein oder zwei Fehlgeburten erlebt haben. Eine Gruppe nahm regelmäßig Aspirin ein, während die Kontrollgruppe mit Placebos versorgt wurde. Zudem wurde gemessen, wie viel C-reaktives Protein (CRP) die Probandinnen in ihrem Blut haben. CRP ist ein Protein, das von der Leber gebildet wird und Entzündungen indiziert. So wurden Studienteilnehmerinnen mit niedrigem, mittlerem und hohem CRP-Niveau in die Untersuchungen miteinbezogen.

Von den Frauen mit hohem CRP-Niveau hatten die Aspirin-Konsumentinnen einen klaren Vorteil

Die Studienergebnisse zeigen: Für Frauen, die ein hohes CRP-Niveau hatten und das Placebo verabreicht bekommen haben, wurde mit 44 Prozent die niedrigste Geburtenrate dokumentiert; von den Aspirin-Konsumentinnen konnten dagegen 59 Prozent gebären.

Aspirin erhöht also die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Allerdings konnte dieser Effekt nur für Studienteilnehmerinnen gezeigt werden, die ein hohes CRP-Niveau – Entzündungen in ihrem Körper - hatten. Bei Probandinnen mit niedrigem und mittlerem CRP-Niveau gab es zwischen der Aspirin- und Placebo-Gruppe keinen signifikanten Unterschied in der Geburtenrate.

Ein Hoffnungsschimmer für Frauen mit Kinderwunsch, deren Eileiter entzündet sind. Im Schlusswort betonen die Studienautoren allerdings, dass die Ergebnisse in weiteren Untersuchen repliziert werden müssen.  Zudem solle der Zusammenhang zwischen Entzündungen im Körper, Schwangerschaft und Geburtenrate hergestellt werden.