Viele Menschen halten ihre HIV-Infektion aus Angst geheim

Obwohl laut hessischer Aids-Hilfe Fortschritte in der Akzeptanz zu spüren sind, werden HIV-infizierte Menschen oft ausgeschlossen. Viele halten demnach ihre Infektion geheim – und leiden daru

Obwohl laut hessischer Aids-Hilfe Fortschritte in der Akzeptanz zu spüren sind, werden HIV-infizierte Menschen oft ausgeschlossen. Viele halten demnach ihre Infektion geheim – und leiden darunter.

Menschen mit einer HIV-Infektion müssen laut Aids-Hilfe immer noch mit Diskriminierung im Alltag rechnen. «Es gibt ein hohes Geheimhaltungsbedürfnis. Das belastet sehr, sehr viele Menschen», sagte der Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Hessen, Klaus Stehling zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Zu viele Infektionen würden auch zu spät erkannt – manche gingen nicht zum Arzt, den Ärzten könne die Infektion aber auch entgehen. Dadurch werde die Behandlung schwieriger, sagte Stehling.

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts leben in Hessen rund 5900 Menschen mit HIV oder Aids, bei rund 1200 sei das noch nicht diagnostiziert. Erstmals festgestellt wurde die Infektion 2013 bei rund 290 Menschen. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet sei dabei die medizinische Versorgung gut ausgebaut, sagte Stehling. Patienten aus ländlichen Gegenden wie etwa Nordhessen müssten allerdings häufig lange Wege auf sich nehmen. Gerade in der Medizin fühlten sich Menschen immer wieder diskriminiert – von unnötigen Vorsichtsmaßnahmen bis hin zur Verweigerung der Behandlung. «Da muss noch etwas passieren», sagte Stehling.

Wichtig sei die Akzeptanz in der Öffentlichkeit, an der etwa mit Plakat-Kampagnen gearbeitet wird. «Aids ist eine chronische Krankheit, die nicht zum Tod führen muss», betonte Stehling. Ein positives, pragmatisches Beispiel in Hessen sei der «Frankfurter Weg» gewesen – die Abkehr von der repressiven Haltung gegenüber Drogenkonsum. Durch Spritzentausch und Konsumräumen sei die Rate an Infektionen durch gebrauchte Utensilien deutlich gesenkt worden.

Text und Foto: dpa /fw

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