esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Bayern: Jeder zehnte Mensch über 65 leidet an Demenz

Eine höhere Lebenserwartung sorgt dafür, dass die Gesellschaft immer älter wird. Schon jetzt ist knapp jeder fünfte in Bayern "Ü 65" - Tendenz steigend. Wie es um die Gesundheit älterer Menschen steht, hat der Freistaat nun zum ersten Mal zusammengefasst.

Multimorbidität ist Kennzeichen einer immer älter werdenden Gesellschaft

Eine höhere Lebenserwartung sorgt dafür, dass die Gesellschaft immer älter wird. Schon jetzt ist knapp jeder fünfte in Bayern "Ü 65" - Tendenz steigend. Wie es um die Gesundheit älterer Menschen steht, hat der Freistaat nun zum ersten Mal zusammengefasst.

Wie steht es um die Gesundheit von älteren Menschen im Freistaat? Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch erstmals eine umfassende Datensammlung dazu vorgelegt. Demnach leidet mehr als jeder zehnte ambulant behandelte alte Mensch in Bayern an Demenz. 10,3 Prozent der gesetzlich versicherten Männer und Frauen über 65 Jahre hatten aktuellsten Zahlen aus dem Jahr 2015 zufolge die Diagnose, wie es in dem Bericht zur Seniorengesundheit heißt.

Das sind rund 230.000 Menschen im Freistaat. Ab einem Alter von 85 Jahren ist dem Bericht zufolge sogar knapp jeder Vierte (24,3 Prozent) betroffen. Bei Frauen (26,2 Prozent) kommt die Erkrankung häufiger vor als bei Männern (19,5 Prozent). Als Demenz wird eine Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit bezeichnet - ein häufiges Symptom sind Gedächtnisstörungen. 6.000 Menschen starben dem Report zufolge 2015 daran. Damit ist Demenz bei den Senioren in Bayern die dritthäufigste Todesursache.

Die Rangliste der häufigsten Erkrankungen und Todesursachen bei älteren Menschen führen den Angaben zufolge Herz-Kreislauf-Probleme wie Bluthochdruck oder Schlaganfälle an. Diese wurden 2015 bei 85 Prozent der behandelten Senioren im Freistaat diagnostiziert. Jeder Fünfte (20 Prozent) litt an einer affektiven Störung, gemeint sind vor allem Depressionen und bei elf Prozent hieß die Diagnose Krebs.

Im Freistaat leben derzeit 12,8 Millionen Menschen, rund 20 Prozent sind im Seniorenalter. "Bereits heute sind 2,6 Millionen Männer und Frauen in Bayern älter als 65 Jahre", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). "In wenigen Jahren, wenn die Generation der Babyboomer dieses Alter erreicht hat, wird jeder Vierte in unserem Land Ü 65 sein - also etwa 3,6 Millionen Menschen." Zugleich habe sich die Lebenserwartung innerhalb eines Jahrhunderts mehr als verdoppelt und liege heute in Bayern bei 78,9 Jahren für Männer und 83,5 Jahren für Frauen, so Huml weiter.

In einer immer älter werdenden Gesellschaft heißt ein wichtiges Schlagwort der Datensammlung: Multimorbidität, also Vielfacherkrankungen. Die Zahl der Menschen, die unter mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden, steigt demnach mit dem Alter stark an. Während in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen etwa 35 Prozent mindestens drei Erkrankungen haben, sind es zwischen 80 und 85 Jahren rund 60 Prozent.

Der Bericht greift auf unterschiedliche Datenquellen zurück - darunter auf Werte des Robert-Koch-Instituts und auf Daten von gesetzlich Versicherten. Eine systematische Erhebung zur Gesundheit älterer Menschen in Deutschland ist demnach erst im Aufbau.