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Beim Frauenanteil ist noch Luft nach oben

Gute Zukunftsperspektiven für Ärztinnen in der Pathologie Wie in vielen anderen medizinischen Fächern sind auch weibliche Pathologen in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert.

Gute Zukunftsperspektiven für Ärztinnen in der Pathologie

Wie in vielen anderen medizinischen Fächern sind auch weibliche Pathologen in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert. Daher möchte die Deutsche Gesellschaft für Pathologie insbesondere Frauen zu einer Karriere in diesem Fach ermutigen. Anlässlich der 100. Jahrestagung diskutierten Prof. Dr. Ruth Knüchel-Clarce (DGP) und Gisela Kempny (Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.) mit der Ehrenpräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes Dr. Astrid Bühren über Zukunftschancen von Frauen in der Pathologie und mögliche Karrierehindernisse.

Erst 1898 stimmten die Teilnehmer des “XXVI. Deutschen Ärztetages” dafür, dass auch Frauen Medizin studieren dürfen. Sie meinten sich diese “Großzügigkeit” leisten zu können, weil sie davon ausgingen, dass nur sehr wenige junge Frauen davon Gebrauch machen würden, sagte Dr. Bühren. Wie man dem Protokoll der Sitzung entnehmen kann, befürchteten die Herren, dass bei einem größeren Frauenanteil Patientenversorgung, Forschung und das Ansehen des Arztberufes darunter leiden würden.

Frauen in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert

Heute sind 60% der Studienanfänger und 65% der Berufseinsteiger in der Medizin weiblich – Frauen sind mit großer Selbstverständlichkeit in allen medizinischen Fächern vertreten. Trotzdem fällt auf, dass Frauen in Führungspositionen und im Vorstand von Fachgesellschaften auch heute immer noch unterrepräsentiert sind – 80% der Delegierten des Deutschen Ärztetages sind Männer.

Dabei steht die Pathologie in Deutschland noch relativ gut dar: Immerhin 25% der Vorstandmitglieder sind hier Frauen und fünf der 36 universitären pathologischen Institute in Deutschland werden von Frauen geleitet, sagte Giesela Kempny. 16,6% der leitenden Positionen und 39,3 der Chefarztpositionen waren 2014 hier in weiblicher Hand Dagegen waren in der Chirurgie 2013 z.B.  nur 4,4% der leitenden Positionen von Frauen besetzt, in der Inneren Medizin 8,2%. Es ist also überall noch “viel Luft nach oben”, so Dr. Bühren.

Berufungskommissionen überwiegend männlich besetzt

Wo liegen die Hindernisse? In einer Sache sind sich junge Ärztinnen und Ärzte nach einer Umfrage des  Hartmannbundes von 2014 heute einig: Beide wünschen eine bessere Vereinbarung von Karriere und Familie und eine Gute Work-Life-Balance. Meist sind es dann aber doch die Frauen, die aus familiären Gründen karrieretechnisch zurückstecken. Ebenso wichtig sind den jungen Kollegen geregelte Arbeitszeiten, Bürokratieabbau und eine qualitativ hochwertige Ausbildung.

50% der Medizinstudentinnen und jungen Ärztinnen geben an, die Position einer Oberärztin oder Chefärztin anzustreben – gleichzeitig sind aber zwei Drittel der Frauen überzeugt, dass sie hier nicht die gleichen Chancen haben wie ihre männlichen Kollegen. Ganz unrecht haben sie laut Dr. Bühren nicht: Auch heute noch sind Berufungskommissionen überwiegend bis ausschließlich männlich besetzt und das Verfahren verläuft weitestgehend intransparent. Auch mangelt es Frauen oft an geeigneten Netzwerken, so die Expertin.

Gute Work-Life-Balance lässt sich in der Pathologie meist umsetzen

Von gut 1.600 berufstätigen Pathologen ist heute knapp ein Drittel weiblich. Diesen Anteil möchte die DGP erhöhen – genauso wie die Anzahl weiblicher Führungskräfte im Rahmen der Nachwuchsförderung. Pathologie ist nicht nur als Schnittstellenfach besonders interessant – sie bietet auch gute Möglichkeiten für die gewünschte Work-Life-Balance und die Vereinbarkeit von Karriere und Familie. So sind feste Arbeitszeiten hier eher die Regel als die Ausnahme und Schichtdienste und Wochenenddienste fallen weitgehend weg. Klinikeigene Kinderbetreuungsmöglichkeiten können ebenfalls dazu beitragen, Frauen bei der Verwirklichung ihrer Karrierewünsche zu unterstützen.

Noch weitgehend ungelöst sei das Problem von “Doppel-Karriere-Paaren”. Hier komme es letztendlich auch auf die Partnerwahl und die gleichmäßige Verteilung von Haushalts- und Familienaufgaben an. “Frauen brauchen einen Mann im Rücken und nicht im Nacken”, so das Fazit von Dr. Bühren.