Bessere Notfallversorgung durch smarte Unterstützung?

Das Bundesministerium für Gesundheit fördert ein Verbundprojekt zur Entwicklung smarter Notfall-Algorithmen durch erklärbare KI-Verfahren (ENSURE) mit 1,4 Mio. Euro. Initiiert und koordiniert wurde das Projekt durch die Zentrale Notaufnahme der Universitätsmedizin Göttingen in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Informatik.

Bedarfsgerechte, klinische Entscheidungsunterstützung in der Notfallversorgung

Das Bundesministerium für Gesundheit fördert ein Verbundprojekt zur Entwicklung smarter Notfall-Algorithmen durch erklärbare KI-Verfahren (ENSURE) mit 1,4 Mio. Euro. Initiiert und koordiniert wurde das Projekt durch die Zentrale Notaufnahme der Universitätsmedizin Göttingen in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Informatik.

Immer mehr Menschen in Deutschland wenden sich an die Notaufnahmen in den Kliniken. Die Fallzahlen sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. PatientInnen jeden Alters, mit verschiedensten Erkrankungen und Verletzungen wollen in Notaufnahmen zeitnah und zeitgerecht versorgt werden. Für das ärztliche Personal ergeben sich unter den aktuellen Rahmenbedingungen mit hohem Zeit- und Kostendruck, multiplen Schnittstellenbereichen und den rasant steigenden Fallzahlen höchste Anforderungen an fachliche Qualifikation und Handlungskompetenzen.

Vor allem für ärztliche BerufseinsteigerInnen in der Notfallversorgung sind die zeitkritische Diagnosestellung und Therapieentscheidung für PatientInnen in einer Spanne von der ambulanten Behandlung bis hin zur Schockraumversorgung von Schwerstverletzten und intensivpflichtigen PatientInnen eine medizinische Herausforderung. Im konkreten Notfall müssen diese zunehmend auf webbasierte, in der Regel nicht evidenzbasierte Wissensplattformen zurückgreifen.

Mit ihrer Idee für eine neuartige smarte Unterstützung von ärztlichen Entscheidungen in der Notfallversorgung haben sich Prof. Dr. Sabine Blaschke, ärztliche Leitung der Zentralen Notaufnahme an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), und Prof. Dr. Dagmar Krefting, Leiterin des Instituts für Medizinische Informatik, UMG, erfolgreich um eine Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beworben. In dem Verbundprojekt "ENSURE" zur "Entwicklung smarter Notfall-Algorithmen durch erklärbare KI-Verfahren" wollen sie den Prototypen für eine bedarfsgerechte, klinische Entscheidungsunterstützung in der Notfallversorgung entwickeln. Das Verbundprojekt wird von Prof. Sabine Blaschke in Kooperation mit Prof. Dagmar Krefting koordiniert. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert das Projekt für drei Jahre mit rund 1,4 Millionen Euro. Das Projekt ist im Oktober 2020 gestartet.

Ärztliche Handlungskompetenzen in der gesamten notfallmedizinischen Behandlungskette unterstützen

"Unser Ziel ist es, eine smarte Unterstützung für ärztliche Entscheidungen in der Notfallversorgung zu entwickeln, mit der sich die Voraussetzungen für eine zeitnahe, zielgerichtete Diagnostik und initiale Therapie verbessern lassen", sagt Prof. Dr. Sabine Blaschke. "Dazu wollen wir sowohl auf breiter Datengrundlage erhobenes, explizites Wissen (regelbasiertes System) als auch Verfahren der Künstlichen Intelligenz (Machine Learning System) einsetzen".

Im Rahmen einer klinischen Pilotstudie soll der Prototyp in drei Modellkliniken erprobt und in Bezug auf definierte Prozess- und Qualitätsindikatoren in der Notaufnahme geprüft werden. Zum Projektabschluss sollen mit "ENSURE" smarte Notfall-Algorithmen zur Verfügung stehen, die die ärztlichen Handlungskompetenzen in der gesamten notfallmedizinischen Behandlungskette unterstützen und so die Prozess- und Ergebnisqualität in der Notfallversorgung verbessern.

Kooperationspartner im Verbundprojekt sind:

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