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Bessere Prognosen für untergewichtige Babys

Eltern sind in großer Sorge, wenn ihre Babys mit Untergewicht zur Welt kommen. Das war in den 1950er Jahren berechtigt. Dank medizinischer Fortschritte sind die Chancen für Kleinkinder heute viel besser.

Studie zeigt wesentlich bessere Prognosen für untergewichtige Babys 

Eltern sind in großer Sorge, wenn ihre Babys mit Untergewicht zur Welt kommen. Das war in den 1950er Jahren berechtigt. Dank medizinischer Fortschritte sind die Chancen für Kleinkinder heute viel besser.

Die Nachteile für Babys, die heute mit Untergewicht geboren werden, sind in ihrem späteren Leben weit weniger gravierend als noch vor wenigen Jahrzehnten. Dies sei auf die deutlich bessere medizinische Versorgung der Babys zurückzuführen, wie Mikko Myrskylä vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock in einem jüngst veröffentlichten Artikel schrieb. Dazu gehören bessere Medikamente, Beatmungsgeräte für Säuglinge oder die systematische Überwachung von Neugeborenen. Nach Myrskyläs Ansicht überlebten um die Jahrtausendwende auch Kinder, die wenige Jahrzehnte zuvor noch keine Chance gehabt hätten.

Myrskylä bezog sich in seiner Untersuchung auf drei große Studien, die in Großbritannien bei Zehn- bis Elfjährigen der Geburtsjahre zwischen 1958 und 2002 erhoben wurden. In den Studien wurden mit Sprachtests die kognitiven Fähigkeiten von Kindern untersucht, die weniger als 2500 Gramm Geburtsgewicht hatten. Dabei wichen die Leistungen der Kinder des Geburtsjahres 1958 um etwa 0,25 Punkte vom Durchschnitt ab, bei den 1970 Geborenen waren es noch knapp 0,2 Punkte und bei Kindern der Geburtsjahre 2000 bis 2002 nur noch 0,05 Punkte. Die Nachteile eines geringen Geburtsgewichts seien also nicht verschwunden. Deshalb wäre es wichtig, die Untersuchungen auf spätere Lebensphasen auszudehnen, erklärte Myrskylä.

Die Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) der Universitätsmedizin Rostock, Heike Haase, bestätigte die Ergebnisse in ihrer täglichen Praxis. «Ganz entscheidend sind die umfassenden Fortschritte in der Versorgung von Frühgeborenen.» Dazu gehöre auch die stärkere Einbindung der Eltern. Es sei jedoch wichtig, dabei die Vielschichtigkeit der kindlichen Entwicklung zu berücksichtigen. Je früher ein Kind in seiner Entwicklungsphase geschädigt ist, desto schwieriger sei die Therapie - dies sei dann nicht vom Geburtsgewicht abhängig. Das SPZ ist spezialisiert auf die Behandlung von Säuglingen, Klein- und Schulkindern bis 18 Jahren.

Bei den Studien seien auch Informationen zu den Müttern und Familien erfasst worden. «Grundsätzlich zeigte sich, dass Kinder mit geringem Geburtsgewicht eher in sozial schwachen Familien geboren werden», sagte Myrskylä. Dazu gehörten auch Mütter, die während der Schwangerschaft nicht auf ihre Gesundheit achteten.