Bestimmt unsere DNA, wie viel Schlaf wir brauchen?

Neue Studie zeigt: Gene verantwortlich für den Schlafbedarf

Einige Menschen brauchen mehr Schlaf als andere. Eine neue Studie hat herausgefunden, dass unser persönlicher Schlafbedarf durch unsere Gene bestimmt werden könnte. Während die einen mit nur wenigen Stunden Schlaf auskommen, brauchen andere zehn Stunden Schlaf, um munter zu sein. 

Dass Menschen unterschiedlich viel Schlaf benötigen, ist keine Neuigkeit. Wieso diese Unterschiede bestehen, war bis vor kurzem jedoch unbekannt. In dieser Studie wollte das Team die Mechanismen, die dazu führen, dass einige Menschen mehr Schlaf brauchen als andere, verstehen. Die Wissenschaftler hofften, dass ihre Ergebnisse einige Hinweise für zwei Erkrankungen liefern könnten: Schlaflosigkeit und Narkolepsie. 

Wissenschaftler wissen, dass der zirkadiane Rhythmus oder der tägliche Schlaf-Wach-Rhythmus mit unseren individuellen Schlafmustern zusammenhängt. Dieser Kreislauf wird genetisch kontrolliert, daher scheint es wahrscheinlich, dass Gene ebenfalls eine Rolle bei der Schlafdauer spielen. Die aktuelle Studie beabsichtigte, die schwer fassbaren Gene zu bestimmen, die bei dieser Variation eine Rolle spielen könnten. Die Forscher, die von Susan Harbison geleitet wurden, benutzten dafür ein Fruchtfliegenmodell. Für Fruchtfliegen ist charakteristisch, dass sie ihre ganz eigene Art zu schlafen haben. Sie züchteten 13 Generationen Fruchtfliegen, um entweder Langschläfer (18 Stunden pro Tag) oder Kurzschläfer (3 Stunden pro Tag) erforschen zu können. So waren sie in der Lage, verschiedene Stämme mit unterschiedlichen Schlafgewohnheiten zu züchten, ohne den genetischen Code der Fliegen zu verändern. 

Susan Harbison kommentiert die Studie: "Besonders interessant ist, dass wir lang- und kurzschlafende Fliegen kreierten, indem wir Genmaterial, das in der Natur vorkommt, verwendeten, im Gegensatz zu den genmanipulierten oder transgenetischen Fliegen, von denen viele Forscher dieses Feldes Gebrauch machen." 

Dann verglichen sie die Genome beider Stämme und schauten nach Genen, die zwischen diesen variierten. Insgesamt wurden 126 Unterschiede bei 80 Genen aufgedeckt. Diese Gene hatten mit verschiedenen Vitalentwicklungen und zellsignalisierenden Wegen zu tun. Einige hatten auch mit der Gehirnentwicklung, dem Gedächtnis und dem Lernen zu tun. 

Laut den Studienautoren deutet die Tatsache, dass so viele Gene involviert zu sein scheinen, darauf hin, dass die Schlafdauer durch viele biologische Prozesse beeinflusst werden kann, weshalb es so schwer war, den Zweck des Schlafens zu erfassen. Die gute Nachricht ist, dass weder Lang- noch Kurzschläfer eine verkürzte Lebensspanne hatten. Auch wenn das nur ein kleines Stück eines großen Puzzles ist, hat es dennoch das Potenzial, den Weg für weitere Forschungsarbeiten am Menschen zu ebnen. 

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