Bluttest bestimmt Risiko einer Frühgeburt mit hoher Genauigkeit

Mit einer Korrektheit von 75-80 Prozent ist dieser Test zuverlässiger als seine Vorreiter

Forscher der Stanford University haben nun einen Bluttest entwickelt, der Schwangeren künftig mehr Gewissheit über den Zeitpunkt der Geburt verschaffen könnte.

Jährlich erblicken rund 15 Millionen Säuglinge das Licht der Welt zu früh. Von diesen Frühchen versterben etwa 1,1 Millionen. Dies lässt sich dem Born Too Soon: The Global Action Report on Preterm Birth entnehmen. Mit einer Frühgeburtenrate von neun Prozent nimmt Deutschland den 79. Rang der internationalen Statistik ein. Die Bundesrepublik übertrumpft somit viele europäische Nachbarstaaten deutlich. Österreich, Italien, Spanien, Portugal und Bulgarien sind nur einige davon. 

Bis zum jetzigen Zeitpunkt funktionierten die besten verfügbaren Tests nur bei Frauen, die ohnehin einem hohen Risiko ausgesetzt waren. Zum Beispiel bei solchen, die bereits eine Frühgeburt hatten. Selbst in diesem Kontext waren die Tests in nur 20 Prozent der Fälle zuverlässig. 

Stephen Quake, Professor für Bioingenieurwesen und angewandte Physik an der Stanford University, ist selbst Vater eines Frühchens - seine Tochter kam einen Monat zu früh zur Welt. Dem nun 16-jährigen Mädchen geht es zwar gesundheitlich bestens, nichtsdestotrotz ist ihm als Vater eines Frühgeborenen der Ernst der Lage bekannt. Mit seiner Arbeitsgruppe hat er nun einen Bluttest entwickelt, der vorhersagen kann, ob das Kind ein Frühchen wird. 

Der Test misst die Aktivität der Gene, die sich in der Mutter, der Plazenta und im Fötus befinden. Dies geschieht, indem das Blut der Mutter auf zellfreie RNA untersucht wird. Die Forscher entnahmen schwangeren Frauen Blutproben, um zu bestimmen, welche Gene zuverlässige Aussagen über das Gestationsalter und das Risiko einer Frühgeburt machen. Es stellte sich heraus, dass einige Gene sehr gut vorhersagen konnten, für welche Frauen das Risiko einer Frühgeburt besteht, heißt es von den Wissenschaftlern. Dieser Test kam bei 38 US-amerikanischen Frauen zum Einsatz, die aufgrund früh einsetzender Wehen oder einer bereits erlebten Frühgeburt einem höheren Risiko ausgesetzt waren. Von diesen Frauen hatten 13 eine Frühgeburt, bei den restlichen 25 verlief alles planmäßig. Mit einer Korrektheit von 75-80 Prozent ist dieser Test zuverlässiger als seine Vorreiter.

Bevor dieses Testverfahren in den klinischen Alltag integriert werden kann, muss es in größeren Kohorten validiert werden. Prof. Stephen Quake hat bereits 2008 einen Test entwickelt, der Föten auf das Down Syndrom untersucht. Mittlerweile wird dieser Test von drei Millionen Schwangeren jährlich beansprucht. 

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