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Blutzucker und Menstruationszyklus: Teenager entwickeln eine Diabetes-App

Ein besonderes Highlight der DDG Herbsttagung: Zwei jugendliche Schwestern machen mit einer Handy-Anwendung aus der (Diabetes-) Not eine Tugend.

Sie zählen wohl zu den jüngsten Referentinnen, die es bei einer solchen Veranstaltung je gegeben hat: Anja-Sophia und Sarah-Luisa Reh (14 und 16 Jahre) präsentierten bei der 10. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Nürnberg ihre praxisrelevante Arbeit zur Blutzucker-Einstellung im Zyklusverlauf.

Anna-Sophia leidet seit 12 Jahren an Diabetes. Mit der Menarche geriet ihr bis dahin gut eingestellter Glukose-Stoffwechsel ins Schwanken. Die Insulin-Dosierung musste angepasst werden. Aber wie hängen Zyklus, Blutwerte und Hormonspiegel zusammen? Die Recherche über wissenschaftliche Erkenntnisse zu dieser Fragestellung fiel allerdings unbefriedigend aus. “Wir haben die Sache dann selbst in die Hand genommen”, resümiert die Gymnasiastin lächelnd.

Menstruationszyklus beeinflusst die Insulin-Empfindlichkeit

Über mehrere Monate sammelten die beiden Teenager aus Stadtbergen bei Augsburg die Werte der Blutzuckermessungen und Insulingaben. Bei der Auswertung stellten sie das Auftreten systematischer Schwankungen fest: Während die Wirksamkeit des Insulins in der ersten Zyklushälfte bis zum Eisprung ansteigt, sinkt sie danach wieder. Die Jungforscherinnen beschrieben die Zusammenhänge in mathematischen Formeln und entwickelten daraus eine einfache Handy-App. Sie berechnet nach entsprechender Daten-Eingabe die erforderlichen Veränderungen der Insulin-Dosis.

App möglicherweise ab dem kommenden Jahr verfügbar

Bei Anna-Sophia hat das bereits funktioniert: Sie kann mit Hilfe der App ihre Blutzuckerwerte stabilisieren und starke Schwankungen vermeiden. Mit diesem Bravourstück haben die beiden sympathischen Mädchen den diesjährigen Bundeswettbewerb “Jugend forscht” im Fachbereich Biologie gewonnen.
Bevor die App allgemein verfügbar gemacht werden kann, muss die Einzelfallbetrachtung in den nächsten Monaten validiert werden. Wenn alles klappt, könnte die Anwendung im kommenden Jahr in den App-Store hochgeladen werden. Ein Patent haben die beiden Nachwuchsforscherinnen schon mal angemeldet.