Chef der Unimedizin Rostock nach Vorwürfen freigestellt

Der Aufsichtsrat der Universitätsmedizin Rostock hat nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Klinikvorstand Christian Schmidt schnell reagiert. Für die Dauer der Überprüfung wurde er freigestellt.

Der Aufsichtsrat der Universitätsmedizin Rostock hat nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Klinikvorstand Christian Schmidt schnell reagiert. Für die Dauer der Überprüfung wurde er freigestellt.

Nach Vorwürfen um zweifelhafte Geschäftspraktiken und Beraterverträge ist der Ärztliche Vorstand und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Rostock, Professor Christian Schmidt, von seiner Tätigkeit freigestellt worden. Dies teilte das Bildungsministerium am Donnerstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats der Klinik in Schwerin mit. Der Aufsichtsrat gehe den Hinweisen konsequent nach, die Freistellung gelte für diese Zeit.

"Diese Vorgehensweise ist formaljuristisch der saubere Weg", sagte Schmidt der Deutschen Presse-Agentur. Er wollte sich nicht weiter zu den Vorwürfen äußern. Er könne nun die Fragen, die ihm gestellt wurden, gemeinsam mit seinem Anwalt beantworten. "Dann muss man weitersehen."

Mögliche Verstöße gegen den Datenschutz

Weitere Details zu den Vorwürfen nannte auch das Bildungsministerium nicht. Einem Bericht von NDR 1 Radio MV zufolge soll Schmidt unter anderem versucht haben, über eine Firma seines Vaters für Vorträge zu kassieren, die er als Chef der Unimedizin gehalten hat. Kritikern zufolge soll er zudem gegen den Datenschutz verstoßen zu haben, eine Medizintechnik-Unternehmen soll Zugriff auf Patientendaten gehabt haben.

"Der Betrieb der Unimedizin ist nicht beeinträchtigt", sagte der kaufmännische Vorstand der Universitätsmedizin, Harald Jeguschke. Für jede Vorstandsposition gebe es ständige Vertretungen.

Schmidt ist seit 2014 ärztlicher Vorstand der Uniklinik, sie ist mit knapp 4200 Mitarbeitern das größte Krankenhaus im Land. Unter seiner Führung schrieb das Klinikum schwarze Zahlen und erwirtschaftete 2016 einen Gewinn von 6,7 Millionen Euro. Die Zahlen von 2017 wurden noch nicht bekanntgegeben. Für seine Leistungen in der Klinik und auch bei der Entwicklung eines Programms der ärztlichen Versorgung auf dem Land wurde er im vergangenen Jahr als Klinikmanager des Jahres ausgezeichnet. Das Programm "HerzEffekt MV" ist die mit 14 Millionen Euro größte Einzelförderung im Innovationsfonds des Bundes.

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