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Compliance in der Hypertonie-Behandlung

Vom Hemmschuh zum Erfolgsfaktor. An blutdrucksenkenden Medikamenten mit hoher therapeutischer Effektivität besteht heute kein Mangel. Trotzdem ist die arterielle Hypertonie nur bei etwa jedem zweiten Patienten gut kontrolliert. Das Hauptproblem: die mangelnde Compliance.

Vom Hemmschuh zum Erfolgsfaktor.

An blutdrucksenkenden Medikamenten mit hoher therapeutischer Effektivität besteht heute kein Mangel. Trotzdem ist die arterielle Hypertonie nur bei etwa jedem zweiten Patienten gut kontrolliert. Das Hauptproblem: die mangelnde Compliance.

Nur jeder zweite Patient hält sich an die Verordnung

Frühere Beobachtungsstudien haben auf der Basis von Krankenversicherungsdaten die mangelnde Compliance bei Hypertonikern bereits belegt. Demnach brachen bis zu 50% der Patienten die Einnahme von Antihypertensiva innerhalb eines Jahres ab. Weniger als 40% hielten das Therapieregime kontinuierlich über 10 Jahre durch.4 Diese Zahlen werden durch zahlreiche aktuellere Daten bestätigt.

Wie lässt sich die Adhärenz verbessern?

Die Möglichkeiten und positiven Auswirkungen einer verbesserten Adhärenz sind mittlerweile evidenzverbürgt. Doch wie nun lässt sich die Compliance in der Hochdrucktherapie erhöhen? Dabei ist zwischen einer „kalkulierten“ bzw. absichtlichen Non-Compliance und einer unabsichtlichen Nichteinnahme wegen Vergessens zu unterscheiden.
Im Fall der „kalkulierten Non-Compliance” muss die Einsicht in die Krankheit gefördert werden, und zwar mehrfach!

Konkrete Anregungen aus der Praxis

Positive Erfahrungen wurden u.a. mit folgenden Anregungen zur Verbesserung der Compliance gemacht:

Wichtigste Maßnahme: Vereinfachung der Therapie

Die Compliance hängt auch von der Anzahl der Tabletten ab. Hypertoniker müssen ja meist nicht nur die Tabletten für den Blutdruck nehmen, sondern auch viele andere. Da sind Tablettenzahlen im höheren einstelligen oder sogar im zweistelligen Bereich keine Seltenheit. Und eine Studie zeigt: Fast kein Patient ist dazu in der Lage, mehrere verschiedene Einnahmezeitpunkte am Tag verlässlich zu koordinieren.

Deshalb steht die Vereinfachung des Therapieregimes ganz oben auf der Liste der Möglichkeiten, wie die Compliance verbessert werden kann. Sowohl die Anzahl der Tabletten als auch die der Einnahmezeitpunkte sollte so niedrig wie möglich gehalten werden.

Fixe Kombinationstherapie in einer Tablette

Eine gute Strategie gegen Non-Compliance sind vor diesem Hintergrund moderne Kombinationspräparate, die mehrere langwirksame Medikamente in einer einzigen Tablette vereinen. Dadurch kann der Therapiekomfort wesentlich erhöht werden, ohne dass es zu einer Wirkungseinbuße kommt.

Fixkombinationen haben in der Blutdruckbehandlung eine lange Tradition. Zu den heute verfügbaren Lösungen gehören Dreifach-Kombinationen aus Kalzium-Antagonist, Sartan und Diuretikum, deren Komponenten synergistisch zusammenwirken. Dabei entspricht diese Zusammensetzung den “bevorzugten” Kombinationen der deutschen Leitlinienempfehlung.

Da die Therapie-Adhärenz stark von der täglich einzunehmenden Tablettenanzahl abhängt, sprechen sich auch die Leitlinien für die Verwendung von Kombinationspräparaten aus.

Eine retrospektive Analyse neueren Datums unterstützt diese Einschätzung. Die Auswertung der Praxisdaten von über 17.000 Hypertonikern bestätigte, dass die Adhärenz-Rate mit zunehmender Anzahl der täglich einzunehmenden Tabletten stark abnimmt und das Abbruch-Risiko ansteigt.

Bei der Verordnung einer fixen Dreifach-Kombinationstherapie (Amlodipin/Valsartan/ Hydrochlorothiazid) war die ermittelte Adhärenz am größten. Mussten die Einzelmedikamente in Form von drei verschiedenen Tabletten eingenommen werden, fiel die Therapietreue im Vergleich um 74% schlechter aus.

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