Depressionen: Langzeitwirkung von Boulder-Therapie nachgewiesen

Klettern hilft gegen Depressionen - das konnte ein Forscherteam des Universitätsklinikums Erlangen in einer Pilotstudie in den Jahren 2013 und 2014 bereits nachweisen. Aber ist dieser Effekt auch nachhaltig? Jetzt liegen Langzeitdaten aus der Nachbeobachtung der damaligen Teilnehmer vor.

Klettersport als wirksame Behandlungsoption etablieren

Klettern hilft gegen Depressionen - das konnte ein Forscherteam der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen in einer Pilotstudie in den Jahren 2013 und 2014 bereits nachweisen. Aber ist dieser Effekt auch nachhaltig? Jetzt liegen Langzeitdaten aus der Nachbeobachtung der damaligen Teilnehmer vor.

Menschen, die an einer Depression leiden, fühlen sich meist kraft- und antriebslos, sie haben das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten verloren und schaffen es mitunter nicht, sich auf konkrete Handlungen zu konzentrieren. Schon länger gilt Sport als eine Therapiemöglichkeit. Ein Erlanger Forscherteam um PD Dr. Katharina Luttenberger, Psychologin an der Psychiatrie des Uni-Klinikums Erlangen, untersucht aktuell, wie sich eine neuartige Boulder-Therapie auf ambulante Depressionspatienten auswirkt.

Bouldern - das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe - verlangt vom Kletternden Konzentration und Ausdauer und schenkt im Gegenzug schnelle Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen. Die Erfahrungen der Pilotstudie haben gezeigt: Die Teilnehmer konnten positive Erfahrungen sammeln, ihre eigenen Grenzen wahrnehmen, akzeptieren, aber auch erweitern. "In der Auswertung der wissenschaftlichen Ergebnisse zeigte sich eine deutliche Verbesserung der depressiven Symptomatik über das Boulder-Programm hinweg", freut sich die Studienleiterin PD Luttenberger. "Mit den neuen Daten der Nachbeobachtung, die fünf bis sechzehn Monate nach der Therapie durchgeführt wurde, konnten wir jetzt zusätzlich zeigen, dass die positiven Ergebnisse anhalten und unsere Patienten im Mittel weiterhin nur noch leichte depressive Symptome erleben."

Bereits seit Frühjahr 2017 läuft eine Nachfolgestudie, mit der die Forscher noch einen Schritt weitergehen und die Boulder-Therapie in größerem Rahmen mit bewährten Depressionsbehandlungen vergleichen. Aufgrund vieler positiver Rückmeldungen der bisherigen Teilnehmer, wird es einen vierten Durchgang der aktuellen Studie geben. Interessierten sind eingeladen, die Informationsveranstaltungen zu besuchen, das Studienteam kennenzulernen und sich auf Wunsch gleich für die Teilnahme registrieren zu lassen.

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