Dermatologen erzielen möglichen Durchbruch bei der Behandlung von Vitiligo

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Medizinern von der Yale School of  Medicine ist es gelungen, die störenden Hautflecken einer Patientin mit Vitiligo mit Hilfe eines Medikaments zu behandeln, das üblicherweise zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt wird. Hierbei handelt es sich um den Januskinase-Inhibitor Tofacitnib.

Bei Vitiligo handelt es sich um eine autoimmune Erkrankung, im Zuge derer die Hautmelanozyten durch das körpereigene Immunsystem angegriffen und zerstört werden, was zu unpigmentierten Flecken auf der Haut der Betroffenen führt. Diese kosmetische Beeinträchtigung ist eine schwere Belastung für viele der Betroffenen und führt nicht selten zu psychologischen Folgeerscheinungen.

Bisher gibt es keine wirklich befriedigenden Behandlungsoptionen. Daher sei das Ergebnis, das das Team aus den USA erzielt hat, einmalig und könnte die Behandlung der Erkrankung revolutionieren, kommentierte Dr. Brett King, Professor für Dermatologie und leitender Untersucher den Erfolg. “Dies könnte ein riesiger Schritt nach vorne bei der Behandlung von Patienten mit dieser Erkrankung sein”.

Forscher zeigen sich optimistisch, größere Untersuchungen sind geplant

Die Studie (DOI:10.1001/jamadermatol.2015.1520) beschreibt die Behandlung einer 53 Jahre alten Probandin mit auffälligen weißen Flecken an Gesicht und Händen. Trotz der Behandlung mit Tinkturen und UV-Strahlen in der Vergangenheit habe man das Fortschreiten der Erkrankung bei ihr nicht aufhalten können. Nach  nur zwei Monaten der Behandlung mit Tofacitinib seien die besonders störenden Flecken an Gesicht und Händen fast vollständig verschwunden, während sie an anderen Körperstellen zum Teil bestehen blieben.

Auf die Idee den Wirkstoff zur Therapie der Vitiligo auszuprobieren, sei man durch die Beobachtung gekommen, dass er erfolgreich gegen Haarausfall bei Alopecia areata eingesetzt wurde. Das ist eine andere Autoimmunerkrankung, bei der es zum Untergang von Haarfollikeln kommt. Die beiden Erkrankungen haben gemeinsame genetische Risikofaktoren und laut Studie sei es nicht unüblich, dass sie zusammen bei ein und derselben Person oder innerhalb einer Familie auftreten. Dies deutet auf eine gemeinsame Pathogenese hin. Daher sei die Wirkung bei der Hauterkrankung nicht verwunderlich.

Zwar handle es sich bisher nur um einen erfolgreichen Fall, jedoch stimmt der Umstand, dass man den Erfolg auf Basis des Verständnisses sowohl der Pathogenese der Krankheit als auch des Wirkmechanismus von Tofacitinib vorhergesehen habe, die Mediziner optimistisch. Als nächstes wollen sie nun die Verträglichkeit und Wirksamkeit in klinischen Studien an einer größeren Zahl von Probanden untersuchen.

Text: esanum /wt

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