Deutsche Stiftung Patientenschutz für "Demenzbegleiter" in Krankenhäusern

Mit den ungewohnten Bedingungen in einer großen Klinik kommen manche Patientinnen und Patienten mit Demenz nicht so leicht zurecht. Nun werden Rufe laut, besonders Betroffenen auch besondere Hilfeleistungen zu gewähren.

Angstzustände durch fremde Umgebung, fehlende Bezugspersonen, mangelnde Kommunikation und Hektik

Mit den ungewohnten Bedingungen in einer großen Klinik kommen manche PatientInnen mit Demenz nicht so leicht zurecht. Nun werden Rufe laut, besonders Betroffenen auch besondere Hilfeleistungen zu gewähren.

Angesichts von immer mehr Menschen mit Demenz machen sich PatientenschützerInnen und die SPD für bessere Betreuungsangebote in den Krankenhäusern stark. Es brauche endlich mobile Teams als spezielle "Demenzbegleiter", die sich um solche PatientInnen auf allen Stationen kümmern, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. "Das würde auch Pflegekräfte und Mediziner deutlich entlasten." Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützte die Forderung und sieht auch gesetzlichen Handlungsbedarf.

Für Betroffene sei das Krankenhaus "ein gefährlicher Ort", erläuterte Brysch. Demenz werde oft nicht erkannt oder berücksichtigt. Zudem förderten die fremde Umgebung, fehlende Bezugspersonen, mangelnde Kommunikation und Hektik Angstzustände. Spezielle Begleiter kosteten zusätzliches Geld. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei gefordert, eine gesetzliche Grundlage zur Finanzierung zu schaffen.

Negative Auswirkungen durch "Demenzbegleiter" mildern

Lauterbach nannte die Forderungen sinnvoll und richtig. "Dadurch würden die negativen Auswirkungen von Krankenhausaufenthalten gemildert und das Behandlungsergebnis verbessert", sagte er. "Wir sollten gesetzlich verankern, dass Krankenhäuser ab einer bestimmten Größe Demenzbegleiter einsetzen." Spahn müsse hier schnell tätig werden.

Brysch verwies auf die steigende Zahl von Menschen mit Demenz. Aktuell seien es 1,7 Millionen in Deutschland, jedes Jahr erkrankten rund 300.000 neu. "Diese PatientInnen spielen in Krankenhäusern eine immer größere Rolle." Fast 85% aller Betroffenen würden kurz vor oder nach einer Demenz-Diagnose wegen einer Erkrankung stationär behandelt. Lauterbach sagte, durch Klinikaufenthalte verschlimmere sich bei vielen älteren PatientInnen eine Demenzerkrankung: "Gerade Narkosen beschleunigen häufig die Demenz." Daher dürfe es bei Älteren "absolut keine überflüssigen Narkosen mehr geben".

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