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Professor Boris Augurzky: “Qualität vor Erreichbarkeit”

Interview mit Professor Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs “Gesundheit” am Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, über die Zukunft der Krankenhausversorgung

Am 1. Januar 2016 ist das Krankenhausstrukturgesetz in Kraft getreten. Der Standard der Krankenhausversorgung soll durch das Gesetz erhöht werden. Erstmals spielt überhaupt die Qualität bei der Vergütung eine Rolle: Eine gute Qualität eines Krankenhauses wird mit Zuschlägen belohnt, schlechte hingegen mit Abschlägen bestraft. Die gesetzlichen Krankenkassen hatten diesen Schritt bereits seit langem gefordert.

Insbesondere in ländlichen Regionen gibt es zu viele Krankenhausbetten. Eine zentrale Komponente bei der Umstrukturierung der Versorgung auf dem Land spielt der so genannte Strukturfonds, der Ländern bis zu 500 Millionen zur Verfügung stellt, um beispielsweise Krankenhäuser in ambulante Gesundheits- und Pflegezentren umwandeln zu können. Inklusive der Investitionen der Länder und Krankenhausträger steht eine Milliarde Euro zur Verfügung.

Für Professor Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs “Gesundheit” am Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung. steht fest, dass sich die Gesundheitsversorgung insbesondere in bevölkerungsarmen Regionen ändern wird. “Es werden Krankenhäuser geschlossen werden müssen”, so Augurzky.

Er ist der Meinung, dass es zu viele kleine Krankenhäuser gibt, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden und auch bei der Qualität Defizite aufweisen, und deshalb größere Einrichtungen mit einer dafür besseren Qualität den Bedürfnissen der Patienten eher gerecht werden. Der Wirtschaftswissenschaftler sieht die Erreichbarkeit eines Krankenhauses innerhalb von 30 Minuten als eine mögliche Grenze in der Zukunft.