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Diabetes-Therapie: Ist die Fixierung auf den HbA1c-Wert noch zeitgemäß?

Prof. Thomas Forst über die Auswirkungen der kontinuierlichen Glukose-Messung und die Bedeutung der postprandialen Stoffwechsel-Kontrolle

“Wir erleben gerade den Beginn einer neuen Ära”, sagt Prof. Thomas Forst, Neuss, im esanum-Interview bei der 10. DDG Herbsttagung in Nürnberg. In wenigen Jahren wird die Mehrzahl der insulinpflichtigen Patienten – davon ist der Diabetologe überzeugt – eine kontinuierliche Glukose-Messung durchführen. Das wird Auswirkungen auf das Diabetes-Management haben und zu einem therapeutischen Umdenken führen. Denn die neuen Systeme der Blutzuckermessung werden den Patienten zuvor unentdeckte Blutzuckerschwankungen vor Augen führen. “Dann werden sie uns Ärzte fragen, wie sie damit  umgehen sollen”, so Forst.

Die derzeit recht starre Fixierung auf den HbA1c-Wert wird nach Meinung des Experten einer verstärkten Berücksichtigung der Glukose-Variabilität weichen. Postprandiale Blutzucker-Spitzen sind mit diversen atherogenen Mechanismen assoziiert, die das kardiovaskuläre Risiko potenziell erhöhen können. Kurzwirksame Insulinanaloga kontrollieren den postprandialen Stoffwechsel deutlich besser als Human-Insulin, dessen Einsatz heute nur noch in Ausnahmefällen in Frage kommen sollte. Auch neue Medikamente wie GLP-1-Rezeptor-Agonisten und SGLT-2-Inhibitoren bieten Vorteile in der postprandialen Glukose-Kontrolle.