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Patientenselektion ist essentiell für die Viskosupplementierung

Übergewicht und der radiologisch diagnostizierte Schweregrad einer Gonarthritis zeigten einen Zusammenhang mit dem mangelnden Ansprechen auf Viskosupplementation in der nachträglichen Analyse einer doppelt verblindeten Multicenter-Studie.

Übergewicht und der radiologisch diagnostizierte Schweregrad einer Gonarthritis zeigten einen Zusammenhang mit dem mangelnden Ansprechen auf Viskosupplementation in der nachträglichen Analyse einer doppelt verblindeten Multicenter-Studie.

Intraartikuläre Hyaluronsäure-Injektionen werden weltweit zur Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung bei Patienten mit milder bis moderater Gonarthritis eingesetzt. “Ein großer Nachteil dieser Therapie ist, dass die Ansprechraten in den meisten Studien bei höchstens 60% bis 70% lagen, und Prädiktoren für den Behandlungserfolg sind bisher unklar.”, sagte Florent Eymard, Rheumatologe am AP-HP Henri Mondor Krankenhaus in Créteil (France). Um Risikofaktoren für ein mangelndes Ansprechen zu identifizieren, untersuchten er und seine Kollegen 166 Patienten, die an einer Studie teilgenommen hatten, in die 205 Patienten mit symptomatischer Kniegelenksentzündung eingeschlossen worden waren, und zwar anhand ihrer vollständigen klinischen und radiologischen Daten. In dieser Studie wurden zwei verschiedene Hyaluronsäure-Präparate für den intraartikulären Gebrauch verglichen. Die Patienten erhielten drei wöchentliche intraartikuläre Injektionen, und diejenigen, die die OMERACT-OARSI-Kriterien erfüllten, wurden sechs Monate später als Responder klassifiziert. Diese Kriterien repräsentieren die Ergebnisse aus den Veränderungen nach einer Behandlung in drei symptombezogenen Bereichen (Schmerz, Funktion und die Gesamtbeurteilung durch den Patienten).

Nachdem die beiden Studienarme sich klinisch und demographisch glichen, wurden die Daten für die Analyse gebündelt.

Das Durchschnittsalter der Patienten in der Subgruppe lag bei 65 Jahren. Sie hatten im Mittel eine 49-monatige Vorgeschichte einer Gonarthritis und waren typischerweise übergewichtig (durchschnittlicher Body Mass Index – BMI – bei 28). Nach sechs Monaten wurden 68% der Patienten als Responder klassifiziert, und der durchschnittliche Schmerz sowie der Gesamtscore anhand des Western Ontario und McMaster Universities Arthritis Index waren um mehr als 40% gefallen. Ein hoher BMI und eine nach radiologischen Kriterien nachgewiesene Engstelle des Femorotibialgelenks ließen die Vorhersage eines mangelnden Ansprechens zu.

Risikofaktoren akkumulieren

Ein höheres Alter sowie eine Vorgeschichte mit Viskosupplementation oder intraartikulärer Kortikosteroidinjektion zeigten dieselbe Tendenz, ohne jedoch statistisch signifikant zu sein. „Als wir diese vier Risikofaktoren kombinierten, zeigten sie einen stark kumulierenden Effekt auf das mangelnde Ansprechen.“, erklärte Eymard: Diejenigen mit zwei Risikofaktoren zeigten eine Ansprechrate von weniger als 70%, und nur 30% der Patienten mit allen vier Risikofaktoren sprachen auf die intraartikulären Injektionen an. “Unsere Ergbnisse beeinflussen möglicherweise unsere tägliche Behandlungspraxis und könnten helfen, die Viskosupplementierung auf internationaler Ebene in entsprechenden Therapieempfehlungen zu berücksichtigen.”, schloss Eymard. Er empfiehlt, dass Patienten über 65 Jahren mit schwerer radiologisch nachgewiesener, symptomatischer Gonarthritis und ohne Kontraindikationen für eine Operation oder Vollnarkose ohne vorherige Viskosupplementation an einen Chirurgen überwiesen werden. “Dennoch können wir die Therapie mit Hyaluronsäure weiter für Patienten mit schwerer radiologisch nachgewiesener Gonarthritis in Betracht ziehen, wenn sie jung sind, viele Komorbiditäten aufweisen oder eine Operation ablehnen.”, schlussfolgerte er.

Quelle: Eymard F. Predictive factors of failure of viscosupplementation in patients with knee osteoarthritis. Results of a post-hoc analysis of a double blind, controlled non inferiority trial. Abstract OP0135, präsentiert am 11. Juni.