esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Frohes Fest für Lobbyisten: SPD verspricht Apotheken mehr Geld für Beratung und Nachtdienst

Um Apotheken vor der ausländischen Versandkonkurrenz zu schützen, planen die Sozialdemokraten offenbar, Bonuszahlungen für Beratungsleistungen bereitzustellen. Apotheker sollen nach dem Willen der SPD-Fraktion für Nachtdienste und bessere Beratung mehr Geld bekommen.

Um Apotheken vor der ausländischen Versandkonkurrenz zu schützen, planen die Sozialdemokraten offenbar, Bonuszahlungen für Beratungsleistungen bereitzustellen.

Apotheker sollen nach dem Willen der SPD-Fraktion für Nachtdienste und bessere Beratung mehr Geld bekommen. So könnten Apotheker belohnt werden, die Beratungskabinen einrichten, um Kunden die Peinlichkeit öffentlicher Verkaufsgespräche zu ersparen. Auch die detaillierte Aufklärung über mögliche Wechselwirkungen solle ihnen zusätzlich Geld einbringen, berichtet der “Spiegel”.

Mit diesem Vorschlag reagiert die Fraktion auf die Kampagne der Apothekerlobby gegen den Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte vor kurzem die deutsche Regelung verworfen, wonach die Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel auch für ausländische Versandapotheken gelten soll.

Das Urteil würde die deutschen Apotheken ins Hintertreffen bringen, weil sie nur einen geringen Anteil am Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln haben und diese vor allem im Geschäft vor Ort abgeben. Zur Zeit trommeln sie in den 20 000 Apotheken in Deutschland massiv gegen das Urteil und seine Auswirkungen.

Der SPD-Gesundheitsexperte und Fraktionsvize Karl Lauterbach sagte dem “Spiegel”, auf diese von der SPD vorgeschlagenen Weise werde den niedergelassenen Apothekern geholfen, sich gegen Internetkonkurrenz zu behaupten. Das von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) geplante Versandhandelsverbot lehnt die SPD hingegen ab.

Bayerns Ministerin Melanie Huml (CSU) erklärte am Samstag: “Der Vorstoß der Bundes-SPD ist nur ein Herumdoktern am Symptom, anstatt das Problem an der Wurzel zu packen. Für eine flächendeckende Arzneimittelversorgung brauchen wir das Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.” Deshalb begrüße Bayern Gröhes Gesetzentwurf.

Huml bekräftigte: “Ich will keinen ruinösen Preiskampf zu Lasten unserer Apotheken. Es kann nicht sein, dass Versandapotheken, die in anderen Mitgliedstaaten der EU ansässig sind, vor allem die Versorgung von chronisch kranken Patienten und den Verkauf hochpreisiger Arzneimittel an sich ziehen – und zwar ohne wichtige Dienstleistungen für das Gemeinwohl wie die Notfallversorgung zu übernehmen.”

Der Bundesrat hatte am 25. November dem Vorstoß Bayerns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zugestimmt.