esanum is an online network for approved doctors

esanum is the medical platform on the Internet. Here, doctors have the opportunity to get in touch with a multitude of colleagues and to share interdisciplinary experiences. Discussions include both cases and observations from practice, as well as news and developments from everyday medical practice.

esanum ist ein Online-Netzwerk für approbierte Ärzte

esanum ist die Ärzteplattform im Internet. Hier haben Ärzte die Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Kollegen in Kontakt zu treten und interdisziplinär Erfahrungen auszutauschen. Diskussionen umfassen sowohl Fälle und Beobachtungen aus der Praxis, als auch Neuigkeiten und Entwicklungen aus dem medizinischen Alltag.

Esanum est un réseau en ligne pour les médecins agréés

esanum est un réseau social pour les médecins. Rejoignez la communauté et partagez votre expérience avec vos confrères. Actualités santé, comptes-rendus d'études scientifiques et congrès médicaux : retrouvez toute l'actualité de votre spécialité médicale sur esanum.

Erhöht Chili die Lebenserwartung?

Das in Chili enthaltene Schärfemolekül Capsaicin soll Brustkrebs anfechten können und allgemein die Lebenserwartung erhöhen. Das besagen zumindest zwei Studien, die vor kurzem veröffentlicht wurden.

Das in Chili enthaltene Schärfemolekül Capsaicin soll Brustkrebs anfechten können und allgemein die Lebenserwartung erhöhen. Das besagen zumindest zwei Studien, die vor kurzem veröffentlicht wurden.

Sag mir, was du isst und ich sage dir, wie lange du lebst. So oder so ähnlich könnte die Zukunft aussehen, zumindest wenn man den neuesten Studien Glauben schenkt. Die Wissenschaft wird gegenwärtig von Capsaicin revolutioniert – ein Schärfemolekül, das in Chilischoten und Cayennepfeffer enthalten ist. Chili-Liebhaber dürften sich demnach in Sicherheit wiegen, jüngste Forschungsergebnisse legen nämlich nahe, dass sie eine längere Lebenserwartung haben.

Capsaicin hemmt das Wachstum von Brustkrebszellen, das zumindest fanden Forscher der Ruhr-Universität Bochum heraus. Im Rahmen ihrer Untersuchungen testeten sie den Einfluss von Capsaicin auf den sogenannten triple-negativen Brustkrebs, eine besonders aggressive Ausprägung, die derzeit nur mit der Chemotherapie angefochten wird. Die Wissenschaftler konnten folgenden Wirkungsmechanismus beobachten: Das Schärfemolekül aktivierte den TRPV1-Rezeptor und verlangsamte somit die Zellteilung. Zudem starben signifikant mehr Tumorzellen ab und die Streuung der überlebenden Zellen wurde deutlich verlangsamt.

Die Studienautoren merken allerdings an, dass eine Aufnahme von Capsaicin über die Nahrung unzureichend wäre. „Wenn wir den TRPV1-Rezeptor mit einem speziellen Medikament anschalten könnten, würde das eine neue Behandlungsmethode für diese Krebsart darstellen“, gibt Studienautor Dr. Hans Hatt hoffnungsvoll bekannt.

Das vorzeitige Sterberisiko von Chili-Konsumenten verringerte sich um 13 Prozent

In diesem Monat wurde eine weitere Studie veröffentlicht, die Scharfmacher gut dastehen lässt. Forscher der University of Vermont haben sich nun die Frage gestellt, ob der Konsum von Chili die Lebenserwartung erhöht. Dazu dokumentierten sie, wie oft und wie viel Chili die von ihnen untersuchten Probanden zu sich nahmen. Die Studienteilnehmer wurden über einen Zeitraum von 18 Jahren beobachtet, parallel dazu wurde die Sterberate notiert.

Die Studienergebnisse zeigen, dass sich das vorzeitige Sterberisiko von Probanden, die Chilischoten in ihre Ernährung integrierten, um 13 Prozent reduzierte. Im Umkehrschluss hatten Chili-Verweigerer ein 13 Prozent höheres Risiko, frühzeitig zu sterben.

Der Wirkungsmechanismus weist Parallelen zu der Brustkrebsstudie auf. Das Capsaicin aktiviert den TRPV1-Rezeptor, wodurch ein zellulärer Mechanismus gegen Übergewicht in Kraft tritt, erklären die Studienautoren. Wird die Tendenz zu Übergewicht unterbunden, so verringert sich das Risiko für Stoffwechsel- und Lungenerkrankungen sowie für kardiovaskuläre Erkrankungen.