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Erhöht bereits ein kleines Glas Wein das Brustkrebsrisiko?

Studie über Alkohol, nicht-stärkehaltige Lebensmittel und einen aktiven Lifestyle

Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebsart bei Frauen. Laut einer neuen Studie kann schon ein kleines alkoholisches Getränk am Tag das Brustkrebsrisiko erhöhen, während Bewegung und eine gesunde Ernährung das Risiko senken.

2012 wurden weltweit 1,7 Millionen Fälle von Brustkrebs diagnostiziert, was 25 Prozent aller Krebsdiagnosen bei Frauen ausmacht. Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die die Frau einer höheren Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs aussetzen. Diese sind unter anderem Alter, frühe Regelblutung und Brustkrebs in der Familiengeschichte. Während Frauen diese Risikofaktoren nicht beeinflussen können, gibt es zusätzliche Lifestyle-Faktoren, die Frauen anpassen können, um ihr Risiko zu senken. Ein neuer Bericht, der vom Amerikanischen Institut für Krebsforschung (AICR) in Zusammenarbeit mit den Welt-Krebs-Forschungs-Fonds durchgeführt wurde, untersuchte mehrere Risikofaktoren für Brustkrebs wie Alkohol, Ernährung und Gewicht. 

Der Bericht bestand aus einer Metaanalyse von 119 Studien, die insgesamt die klinischen Daten von zwölf Millionen Frauen und 260.000 Brustkrebsfällen beinhalteten. Dem Bericht zufolge erhöhen bereits zehn Gramm Alkohol am Tag (was einem kleinen Glas Wein oder Bier entspricht) das Risiko für prämenopausalen Brustkrebs um fünf Prozent. Die gleiche Menge Alkohol erhöht das Risiko für postmenopausalen Brustkrebs (die häufigste Form des Brustkrebses) um neun Prozent. 

Übergewicht und geringe körperliche Aktivität sind ein rotes Tuch

Zusätzlich bestätigte der Bericht, dass Übergewicht, Fettleibigkeit und eine Gewichtszunahme im Erwachsenenalter die Wahrscheinlichkeit für postmenopausalen Brustkrebs erhöhen. Mäßige körperliche Aktivität hingegen verringere das Risiko für prä- und postmenopausalen Brustkrebs. Postmenopausale Frauen, die am aktivsten waren, hatten eine zehn Prozent geringere Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken, im Vergleich zu ihren am wenigsten aktiven Pendants. Für prämenopausale Frauen sank das Risiko sogar um 17 Prozent. Bei der Ernährung fand der Bericht "eingeschränkte Beweise" dafür, dass nicht-stärkehaltiges Gemüse das Risiko für sogenannte Östrogenrezeptor-negative Brustkrebse senkt. Dies sind seltene Brustkrebsarten, die aggressiver sind und schlechtere Prognosen haben. Der Bericht fand außerdem eine Verbindung zwischen einer Ernährung mit vielen Milchprodukten, Kalzium und Carotinoiden und einem geringeren Brustkrebsrisiko. Doch die Beweise für diese Verbindung sind begrenzt, weshalb die Wissenschaftler einräumen, dass mehr Forschung notwendig ist, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

Leitautorin Dr. Anne McTiernan kommentiert die Ergebnisse: "Unsere Resultate zeigen, dass Frauen davon profitieren könnten, wenn sie mehr nicht-stärkehaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Mit diesem umfassenden und aktuellen Bericht ist der Beweis klar - ein körperlich aktiver Lifestyle, das Beibehalten eines gesunden Gewichts im Laufe des Lebens sowie beschränkter Alkoholkonsum sind Schritte, die das Brustkrebsrisiko einer Frau verringern können."

Weitere Informationen zum Thema Brustkrebs finden Sie im Themenspecial Frauenheilkunde.