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Erkältungswelle in NRW bleibt aus

Arbeitnehmer in NRW hatten 2016 seltener Husten und Schnupfen. Das freut auch die Arbeitgeber: Der Krankenstand ist gesunken.

Die Erkältungswelle blieb aus: Die Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen haben sich im vergangenen Jahr weniger krankgemeldet. Der Krankenstand bei erwerbstätigen Mitgliedern der Krankenkasse DAK sank von 4,1 auf 3,9 Prozent, wie die DAK NRW am Freitag mitteilte. Von 1000 Beschäftigten waren damit pro Tag 39 krankgeschrieben. Der Anteil der Arbeitnehmer, die das ganze Jahr nicht krankgeschrieben waren, stieg von 50 Prozent (2015) auf 56 Prozent.

Ein Grund für den gesunkenen Krankenstand sei ein Rückgang der Erkältungskrankheiten wie Bronchitis und Sinusitis um 13 Prozent, hieß es. Da der Zeitraum der Krankschreibung bei Erkältungen aber relativ kurz sei, habe sich der Rückgang auf den Gesamtkrankenstand nicht so stark ausgewirkt. Weiterhin machten wenige langandauernde Erkrankungen wie psychische Erkrankungen, Rücken- oder Hüftleiden fast die Hälfte des gesamten Krankenstandes aus.

Auf 100 Versicherte kamen vergangenes Jahr gut 30 Krankheitsfälle wegen schwerer Erkältungen. Dadurch wurden fast 200 Fehltage produziert - 30 Ausfalltage weniger als im Jahr zuvor. Bleibe eine Erkältungswelle aus, habe dies positive Auswirkungen auf die Ausfalltage, hieß es.

Erstmals seit 2006 gab es laut DAK in NRW einen geringen Rückgang bei den psychischen Erkrankungen, während auf Bundesebene ein Anstieg verzeichnet worden sei. Auf 100 Versicherte kommen in NRW 6,5 Fälle von Erkrankungen. Die Zahl der Fehltage wegen psychischer Leiden sei von 274 auf 270 je 100 Versicherte im Jahr 2016 gesunken. Das ist aber immer noch mehr als doppelt so viel wie 2006 mit 129 Fehltagen. Der ausführliche DAK-Gesundheitsreport wird im Mai vorgelegt.

Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten aller erwerbstätigen Versicherten der DAK durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet. Die DAK-Gesundheit gehört zu den großen gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert in NRW mehr als eine Million Menschen.