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EU will Schutz vor endokrinen Disruptoren verbessern

EU treibt Schutz vor hormonschädigenden Chemikalien voran 

Stoffe, die den Hormonhaushalt stören - damit will man lieber nicht in Berührung kommen. Doch wie erkennt man solche Chemikalien überhaupt? Die EU will Kriterien festlegen, doch Kritiker fürchten Schlimmes.

Der Schutz vor hormonschädigenden Chemikalien kommt einen Schritt voran. Experten der EU-Staaten einigten sich am Dienstag auf Kriterien für sogenannte endokrine Disruptoren in Pflanzenschutzmitteln. Die Substanzen stehen im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu stören oder Brustkrebs auszulösen. Das Europaparlament und die EU-Staaten bekommen den Vorschlag nun zur Prüfung. Aus Sicht von Kritikern sind die geplanten Vorgaben allerdings viel zu lasch - und verschlimmern die Situation womöglich noch.

Endokrine Disruptoren sind Stoffe, die den Hormonhaushalt von Menschen oder Tieren negativ beeinflussen und so die Gesundheit beinträchtigen. Das zuständige EU-Expertengremium einigte sich nun auf wissenschaftliche Merkmale, um solche Stoffe zu identifizieren beziehungsweise von anderen Chemikalien abzugrenzen.

Gefährliche Chemikalien können vom Markt genommen werden

Auf dieser Grundlage könnten die hormonschädlichen Chemikalien bewertet und letztlich vom Markt genommen werden, erklärte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis. Er nannte dies einen großen Erfolg und einen Schritt hin zu einem umfassenden System der Regulierung dieser Stoffe.

Der europäische Verbraucherverband Beuc kritisierte den Beschluss hingegen heftig. Die EU-Kommission verstoße gegen das Vorsorgeprinzip, wonach im Zweifelsfall für schärfere Auflagen zu entscheiden wäre. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner erklärte: "Das ist alles andere als ein Erfolg für den Schutz vor Hormongiften! Jetzt gibt es endlich Regeln – aber die sind so formuliert, dass sie für kaum einen Stoff zutreffen. Die beschlossenen Kriterien schaffen so hohe Beweislasthürden für ein Verbot, dass kaum einer dieser Stoffe aus dem Verkehr gezogen wird – selbst wenn erwiesen ist, dass sie Schäden verursachen."

Ebners Parteikollege Martin Häusling aus dem Europaparlament kommentierte: "In einer beispiellosen Lobbykampagne ist es der chemischen und agrochemischen Industrie gelungen, massiv Einfluss auf die Politik zu nehmen und festzulegen, wie viel der Schutz unserer Gesundheit und Umwelt die Wirtschaft kosten darf."

Die Kriterien beziehen sich zunächst nur auf Bestandteile von Pflanzenschutzmitteln. Als nächstes will die Kommission auch Kriterien für solche Substanzen in Schädlingsbekämpfungsmitteln beschließen. Die Brüsseler Behörde sieht dies als erste Schritte für weitere Schutzmaßnahmen gegen endokrine Disruptoren. Die Strategie soll letztlich auch Spielsachen, Kosmetika und Lebensmittelverpackungen umfassen.