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Ex-Chefarzt wehrt sich gegen Kündigung wegen Prothesen-Skandal

Seit Ende 2015 machen Schlagzeilen um Operationen mit defekten Bandscheibenprothesen dem Klinikum im ostfriesischen Leer zu schaffen.

Seit Ende 2015 machen Schlagzeilen um Operationen mit defekten Bandscheibenprothesen dem Klinikum im ostfriesischen Leer zu schaffen. Auch der Prozess vor dem Arbeitsgericht um die Kündigung des früheren Chefarztes zieht sich in die Länge.

Nach dem Skandal um Operationen mit defekten Bandscheibenprothesen am Klinikum im ostfriesischen Leer wehrt sich der frühere Chefarzt mit einer Klage weiter gegen seine Kündigung. Vor dem Arbeitsgericht Emden will der Mediziner klären lassen, ob die Klinik den Betriebsrat Ende November 2015 rechtzeitig über die Gründe der Kündigung informierte. Das Gericht hörte dazu am Donnerstag mehrere Zeugen an.

Das Krankenhaus hatte den Mediziner fristlos entlassen, weil er verdeckte Provisionen von Herstellern medizinischer Produkte und für die Betreuung von Hospitanten bekommen haben soll. Das Gericht muss unter anderem klären, ob diese Nebentätigkeiten der Geschäftsleitung des Krankenhauses bekannt waren. Das Klinik bestreitet dies, der Anwalt des Mediziners verwies dagegen auf andere Absprachen.

Die Klinik war im vergangenen Herbst in die Schlagzeilen geraten, nachdem Berichte über Operationen mit fehlerhaften Bandscheibenimplantaten bekannt wurden. Mindestens 48 Patienten waren betroffen, einige klagten über massive Beschwerden und mussten erneut operiert werden. Die Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt gegen den Chefarzt wegen Körperverletzung, die Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen Bestechlichkeit.

Im Prozess um die Kündigung tauchte dieser Komplex bisher nur am Rande auf: Der Personalleiter sagte aus, er habe damals von der Klinikleitung Zugang zum Mailverkehr des Mediziners bekommen. “Da waren Dinge drin, die mich irritiert haben”, sagte der Zeuge am Donnerstag.

Die Klinikleitung habe daraufhin die Polizei eingeschaltet und den Chefarzt zur Rede gestellt. Seinen Vorschlag für einen Auflösungsvertrag habe die Klinik mit Blick auf mögliche Strafverfahren abgelehnt.

Eine zum Prozessauftakt im Juni vorgeschlagene gütliche Einigung zwischen den Parteien ist bisher gescheitert. Interne Verhandlungen dazu blieben bisher.  Das Gericht will am 30. September eine Entscheidung verkünden.