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Experten beraten über Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine vergleichsweise seltene Krebserkrankung, gilt aber als besonders bösartig. Forscher und Ärzte aus spezialisierten Behandlungszentren kommen in Greifswald zusammen, um über neue Forschungs- und Behandlungsansätze zu diskutieren.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine vergleichsweise seltene Krebserkrankung, gilt aber als besonders bösartig. Forscher und Ärzte aus spezialisierten Behandlungszentren kommen in Greifswald zusammen, um über neue Forschungs- und Behandlungsansätze zu diskutieren.

Rund 150 Mediziner und Forscher aus ganz Deutschland diskutieren von Donnerstag an in Greifswald über neue Forschungs- und Behandlungsansätze zu Bauchspeicheldrüsenerkrankungen. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft mit einem Anteil von etwa drei Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland relativ selten, jedoch besonders bösartig. Die dreitägige Jahrestagung des Deutschen Pankreasclubs e.V. (DPC) gilt als eine der wichtigsten Plattformen für den interdisziplinären Austausch von Internisten, Chirurgen, Radiologen und Pathologen über Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen - wie der akuten und chronischen Pankreatitis und dem Pankreaskarzinom.

Das Pankreaskarzinom sei noch immer eine Erkrankung, die eine äußerst ungünstige Prognose hat, sagte der Tagungs-Mitorganisator und Chirurg Lars Ivo Partecke. Die Fünfjahres-Überlebensrate liege bei einem Karzinom bei nur etwa fünf Prozent. "Da hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren wenig geändert." Das Problem sei die Früherkennung, da die Patienten lange Zeit keine Krankheitssymptome spürten und erst später, beispielsweise mit Rückenschmerzen und Gelbsucht, auffielen. Zu diesem Zeitpunkt gebe es häufig bereits Metastasen in anderen Organen oder das Karzinom habe die großen Gefäße im Oberbauch erfasst, so dass eine chirurgische Entfernung schwierig werde.

Schwerpunkte der 37. Jahrestagung in Greifswald sind zum einen Möglichkeiten der Früherkennung beispielsweise durch Marker. Bislang gebe es noch keinen zukunftsträchtigen Kandidaten für einen wirklich verlässlichen Bio-Marker mit einem frühen prognostischen Wert, sagte der Greifswalder Internist Frank Ulrich Weiss. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Diskussion über neue Operationstechniken. Greifswalder Wissenschaftler stellen dabei auch neue Ansätze für eine möglichst komplette Tumorbeseitigung durch den Einsatz von kalten Plasmen (ionisierten Gasen) vor. Auch die Ernährung von Patienten während einer Pankreas-Erkrankung sowie Pankreasverletzungen durch Unfälle werden diskutiert.

Als Risikofaktoren für Bauspeicheldrüsenkrebs gelten nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft Alkoholkonsum, Vorerkrankungen wie Gallensteine, aber auch genetische Veranlagungen. Ein starker Alkoholkonsum erhöht das Erkrankungsrisiko um das 2,5-fache. Nach Darstellung der Forscher ist auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung  nicht zu unterschätzen. An der akuten Form erkranken jährlich 40 000 bis 80 000 Menschen. Die chronische Pankreatitis ist mit 1500 bis 8000 jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland relativ selten. Die Sterberate liegt bei einer schweren akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung bei etwa 15 Prozent.